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DEL 25.04.2010, 16:35

Hannover nach 4:2-Heimsieg über Augsburg Meister!

Panther kämpften sich nach 0:2-Rückstand ran - vergeblich

Die Hannover Scorpions haben am Sonntagnachmittag vor knapp 10.500 Zuschauern in der ausverkauften TUI-Arena den dritten Final-Sieg gegen Augsburg eingefahren und die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Titelverteidiger Eisbären Berlin ist damit endgültig entthront. Den Panthern gelang nach einem 0:2-Rückstand im letzten Drittel noch einmal ein Comeback, ehe Dolak mit einer schönen Einzelleistung das 3:2 markierte. Das 4:2 von Boos per "empty net" war dann nur noch Formsache.

Die Partie begann weniger verhalten als noch am vergangenen Dienstag an gleicher Stelle. Hannover erarbeitete sich einige Chancen in der Anfangsphase durch David Wolf, Martin Hlinka, Thomas Dolak. Aber auch die Panther versteckten sich nicht und kamen mit Colin Murphy gefährlich vor das Tor von Travis Scott. In einer fairen Partie mit wenigen Strafzeiten musste David Wolf nach siebeneinhalb Minuten als erster Spieler auf die Sünderbank. Hannover hatte die erste Drangphase der Gäste zu überstehen, die aber kein Tor erzielen konnten. Ein weiteres Überzahlspiel der Panther dauerte nur wenige Sekunden. Nach Hannovers Matt Dzieduszycki musste wenig später auch Brett Engelhardt auf die Strafbank. Torlos ging es in die erste Pause.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Gastgeber die erste Chance, über volle zwei Minuten im Überzahl zu agieren. Matt Ryan musste wegen Haltens vom Eis. Mitchell versuchte es für Hannover aus der Drehung, Herperger verfehlte den Abpraller nur knapp. Auch Reiss und Goc von der blauen Linie konnten Endras nicht überwinden. Kaum war Augsburg komplett, gab es die nächste Strafe gegen Heid, der Sachar Blank nur mit einem Foul auf dem Weg zum Tor stoppen konnte. Auch diese Strafe überstanden die Panther zunächst unbeschadet, aber noch bevor die Gäste sich sortieren konnten, hämmerte Sascha Goc den Puck von der blauen Linie in die Maschen. Klaus Kathan (27.) fälschte die Scheibe noch ab und bekam den Treffer auf sein Konto gutgeschrieben. Die Panther bemühten sich, die direkte Antwort zu geben. Connor James, der als Neuzugang bei den Scorpions gehandelt wird, setzte den Puck aus kurzer Distanz an den Pfosten. Ein perfekt aufgezogener Konter brachte dann aber das 2:0 für die Niedersachsen. Dzieduszycki passte am langen Pfosten auf Herperger (33.), der den Puck unhaltbar für AEV-Goalie Endras einschieben konnte.

Auch das 0:2 konnte die tolle Moral der Augsburger nicht brechen. Mit viel Elan kamen die Panther zum Schlussabschnitt aus der Kabine und versuchten, dem Spiel eine Wende zu geben. Mit Erfolg: Als mit Adam Mitchell der dritte Hannoveraner in der Partie auf die Strafbank musste, trafen die Panther zum 1:2 durch Kemp (44.). Angetrieben von den vielen mitgereisten AEV-Fans - vermutlich rund 1.000 - drängten die Panther auf den Ausgleich und überstanden auch eine Strafzeit gegen Kemp, der das eigene Tor absichtlich verschoben hatte. Mehrere Minuten hielt das Bollwerk der Gastgeber, dann traf Olver (52.) zum 2:2. Hannover zeigte sich wenig beeindruckt und hatte mit einem Pfostentreffer von Herperger die Chance erneut in Führung zu gehen. Das holte das Team von Hans Zach dann aber wenig später nach. Augsburgs Kettemer kassierte eine Strafe wegen Beinstellens und Hannover nutzte die Überlegenheit zum 3:2 durch Dolak, der sekundenlang Zeit hatte, um Endras auszuspielen und den Puck dann ins leere Tor einnetzen konnte. Bei den Fans brachen nach dem dritten Tor in der vorletzen Spielminute alle Dämme. AEV-Coach Mitchell nahm Torwart Endras vom Eis und Tino Boos versenkte den Puck in der 60. Spielminute noch zum 4:2.

Nach Spielende fand die traditionelle Siegerehrung auf dem Eis statt. Zunächst wurden die Gäste als Vizemeister unter dem lautstarken Applaus aller Zuschauer im Beisein von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke geehrt. Dann kamen die Scorpions, die als erstes niedersächsisches Team den Titel des Deutschen Meisters erringen konnten. Trainer Hans Zach überließ seinen Spielern die Bühne und hielt sich im Hintergrund, was ihm aber die Bierdusche nicht ersparte. Als Dank an die Fans stellte Zach, der den größten Applaus bekam, symbolisch ein Weizenglas auf das Tor vor der Scorpions-Fankurve. Fotografen und Spieler mussten den Alpenvulkan förmlich überreden anschließend mit auf das Meisterfoto zu kommen.


EISHOCKEY.INFO gratuliert den Scorpions zum überraschenden Titelgewinn und Trainer Hans Zach zur Krönung seines Wirkens in der niedersächsischen Landeshauptstadt! Kompliment aber auch an Augsburg für eine famose Saison und den verdienten Vizemeistertitel.
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