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Kölner Haie
Montag, 27.11.2017, 22:06 Uhr

"Ich bin sehr froh wieder zurück zu sein"

Interview mit dem Kölner Coach nach dem Erfolg im Derby

Peter Draisaitl.
Peter Draisaitl.
Foto: City Press.
Der erste Sieg unter dem neuen Headcoach Peter Draisaitl – 3:2 n.V. in Düsseldorf! Viele Jahre spielte er sehr erfolgreich für die Kölner Haie, die Mannheimer und die deutsche Nationalmannschaft, bevor er 2001 nahtlos hinter die Bank wechselte. Nach fünf Jahren in der Tschechischen Republik kehrte er nach Köln zurück.

Herzlichen Glückwunsch! 3:2 n.V. – im dritten Spiel der erste Sieg, wenn auch nur mit zwei Punkten!

Im ersten 3:0 geführt, dann noch aus der Hand gegeben, in Schwenningen war (die 0:1 Niederlage) ein wenig unglücklich – wir waren dem Tor eigentlich näher, haben es aber selber versaut, durch einen Turnover aus einer 4:2 Situation heraus. Unsererseits konnten wir aber selber nichts treffen! Heute war die Mannschaft gut vorbereitet und hat getan, was sie eigentlich auch tun sollte. Es gibt aber trotzdem noch Bereiche, die weiter aufpoliert werden müssen!

Das Team hat in den letzten Wochen ziemlich viele Tore kassiert – in den letzten beiden Spielen wieder zur alten Stärke zurückgefunden und nur drei Gegentreffer zugelassen! Woran liegt das?

Wir haben schon etwas an dem System, an dem Fünfer Block geändert, aber das ist es noch nicht! Es ist hier wie überall – wenn wir nicht hart genug arbeiten, dann gewinnen wir auch nicht! Da können wir das beste System haben. Wir müssen aufpassen, dass wir die Ausreden, oder besser, die Alibis nicht im System suchen. Es ist immer noch ein Eishockeyspiel und da gilt es läuferisch und kämpferisch zu bestehen. Wir werden da besser werden!

Unter Ihrem Vorgänger wurde der Mannschaft mehrfach vorgeworfen, Sie sei lethargisch! Heute hat sie gekämpft, hatte Feuer!

Es ist zu erkennen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber trotzdem kämpferisch, läuferisch und in ein paar Details noch nicht ganz da sind, wo ich die Truppe gerne hätte. Aber mit Handauflegen wird es nicht getan sein und wir werden schon noch unsere Zeit investieren müssen, um voran zu kommen!

Haben Sie das letzte Tor überhaupt noch gesehen, oder waren Sie schon damit beschäftigt, die Penalty-Schützen auszusuchen?

Nein, nein, das habe ich schon noch gesehen! Daran hatte ich noch gar nicht gedacht!

Nach dem Tor hat sich die Mannschaft so gefreut, ist auf Justin Shugg zugestürmt – war die Erleichterung, der Jubel auch auf der Bank so groß?

Ja, der Jubel war auch bei den anderen Toren sehr groß. Ich bin froh und man merkt es auch, dass die Mannschaft auch emotional so langsam ein bisschen aus dem Potte kommt! Das ist unglaublich wichtig. Auch die Kölner Haie gewinnen heutzutage nichts mehr, wenn es nur ums nackte Talent geht!

Gibt es irgendwie auch Gedanken dazu, dass es nur zwei Punkte sind – nicht drei!

Klar, das letzte Tor, ‚Hoher Stock‘ hin und her, so ein Treffer darf einfach nicht fallen. So ein Puck darf einfach nicht unberührt in unserem Tor landen. Da müssen wir aufstehen und das Ding ‚fressen‘. Das ist so eine Sache über die wir noch sprechen müssen.
Nach dem ersten Drittel hätte es eigentlich auch nicht 1:1 stehen dürfen, da das Schussverhältnis ganz klar zu Ihren Gunsten war! 

Würden wir auf einem der ersten Tabellenplätze stehen, hätte es vielleicht 4:1 gestanden, aber nicht als 10.. Das muss man wissen!

Was bedeutet es Ihnen persönlich, wieder zurück zu sein, in Köln und dann bei dem rheinischen Rivalen Düsseldorf zu gewinnen?

Düsseldorf ist das eine – aber ich muss sagen, dass ich sehr froh bin, wieder zurück zu sein! Karsten Mende in Iserlohn, eigentlich alle, schicken mir eine SMS oder zeigen mir ihre Freude, dass ich wieder zurück bin. Heute hier Pelle (Mike Pellegrims) oder Tobi Abstreiter, überall sehe ich "alte" Gesichter. In Schwenningen Pat Cortina, mit dem ich in München großartige Playoffs gespielt habe! Es kommen Leute von früher, die ich schon ewig nicht mehr gesehen habe – ja, es macht Spaß!

Ich bin sehr froh wieder in der DEL gelandet zu sein! Und für mich ist es das Größte für die Kölner Haie arbeiten zu dürfen. Mehr geht einfach nicht!
Hat sich Ihr Sohn Leon schon aus Edmonton gemeldet?

Ja – (mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu) Der nervt die ganze Zeit! Der sollte sich auch mal Gedanken machen, da die Oilers sind zurzeit auch nicht gerade olympisch unterwegs sind.

Vielen Dank und viel Erfolg!
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Gast
22.07.2026 16:29 Uhr

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