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Straubing Tigers
Sonntag, 02.09.2007, 23:05 Uhr

"Spieler müssen sich mit dem Arbeitgeber identifizieren"

Interview mit Straubing-Coach Erich Kühnhackl

Die erste DEL-Saison haben die Straubing Tigers bravourös mit einem zwölften Tabellenplatz abgeschlossen und ließen Augsburg sowie Duisburg hinter sich. Auch in der kommenden Saison zählen die Bayern wieder zu den Underdogs. Eishockey.Info-Mitarbeiter Michael Sender unterhielt sich mit Coach Erich Kühnhackl.

Eishockey.Info:
Herr Kühnhackl, ihr Team wird wohl auch in der kommenden Saison zu den Kellerkindern der Liga gehören. Was ist von den Straubing Tigers zu erwarten?

Kühnhackl:
"Wenn wir sowieso als Kellerkind eingestuft werden, können wir nur überraschen. Ich erwarte von jedem Spieler meiner Mannschaft, dass er sich reinhängt und alles gibt. Nur so können wir etwas erreichen. Wir müssen uns durchkämpfen. In der vergangenen Saison haben wir dazugelernt, auch ich habe mich weiterentwickelt. Das müssen wir nutzen."

Eishockey.Info: Inwiefern haben sie sich persönlich weiterentwickelt? Was haben sie im vergangenen DEL-Jahr gelernt?

Kühnhackl: "Nun, ich bin als Trainer ruhiger geworden. Außerdem empfinde ich jetzt eine gewisse Ausgeglichenheit. Ich kann den Jungs mittlerweile besser helfen mit dem Druck, der auf ihnen lastet, umzugehen. Schließlich ist es nicht immer ganz einfach in der DEL zu spielen. Nicht nur auf Mannschaften wie Mannheim oder Köln lastet Druck, auch bei uns ist dies der Fall."

Eishockey.Info: Wie haben sich die Tigers für die kommende Spielzeit verstärkt?

Kühnhackl: "Wir haben unseren Kader vergrößert, um die Kraft besser aufteilen zu können. Wir haben 23 individuell starke Spieler, die wissen, wie man Eishockey spielt. Aber unser Konzept basiert nicht auf Individualisten. Jeder muss für den anderen kämpfen und sich auf seine Mitspieler verlassen können. Die Spieler müssen sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren können. Ich erwarte unbändigen Einsatzwillen. Nur so haben wir eine Chance. Die Spieler dürfen sich für nichts zu schade sein."

Eishockey.Info: Glauben sie denn, dass ein kleiner Standort wie Straubing eine langfristige Überlebenschance in der DEL hat?

Kühnhackl:
"Auf jeden Fall! Wir müssen nur vernünftig weiterarbeiten und unseren Weg weiter gehen. Vielleicht dauert das ein oder andere bei kleinen Vereinen wie Straubing etwas länger, die Entwicklung schreitet nicht so schnell voran, aber wenn man uns die Zeit lässt, haben wir eine gute Chance uns auf den Beinen zu halten."

 

 

Eishockey.Info: Vielen Dank, Herr Kühnhackl.
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