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Eisbären Berlin
Freitag, 10.01.2014, 22:07 Uhr

Über den Kampf zum Sieg

Eisbären schlagen Mannheim unter widrigen Umständen

In Berlin bei den Eisbären läuft es nicht gut und die Verletzungsmisere hat den erfolgsverwöhnten Hauptstädtern zuletzt weiter zugesetzt. So musste am Freitag ausgerechnet gegen den Erzrivalen Mannheim ein Team ran, dass geprägt war von Nachwuchsspielern und in der DEL eher unerfahrenen Akteuren. Doch am Ende triumphierten tatsächlich die Eisbären - wenn auch denkbar knapp mit 3:2.

Vor 12.800 Zuschauern in der O2 World Berlin begann die Partie jedoch gleich mit einer Schrecksekunde für die Hausherren. Nach exakt einer halben Minute hatte Jochen Hecht vor dem Berliner Tor eine grandiose Einschussmöglichkeit, scheiterte jedoch am Knöchel eines Mitspielers. Das dürfte nicht nur diesem wehgetan haben. Aber auch die Eisbären suchten ihr Heil im Angriff, entwickelten schnell Zug zum Tor. In der Anfangsphase wurden die Berliner zusätzlich von einigen merkwürdigen Schiedsrichterentscheidungen gelähmt, standen sich aber auch ein ums andere Mal selbst im Weg - das hatte man leider in den letzten Wochen schon häufiger gesehen. Doch die Moral stimmte. Von Anfang an war die junge Mannschaft des in der Kritik stehenden Trainers Jeff Tomlinson engagiert und motiviert. Matt Foy scheiterte in der 10. Minute aus vollem Lauf spektakulär am Außennetz. Dann aber kassierten die Berliner einen unglücklichen Gegentreffer. Nach einem Missverständnis in den eigenen Reihen hatte Jochen Hecht plötzlich die Scheibe vor den Füßen und keinen Gegenspieler außer Goalie Sebastian Elwing mehr vor sich. Die Chance ließ sich der Ex-NHLer nicht nehmen und traf in der 13. Minute zum 0:1.

Im zweiten Durchgang wurden die Berliner selbstsicherer und bekamen die Begegnung besser unter Kontrolle. So konnte Daniel Weiß in der 29. Minute von einem unglücklichen Seitenabpraller des ansonsten guten Mannheimer Keepers Dennis Endras profitieren. Weiß zirkelte die Scheibe millimetergenau am Innenpfosten ins Tor.

Im letzten Durchgang legten die Eisbären erstmals vor. Mads Christensen schloss in der 43. Minute den schönsten Angriff des Spiels zum 2:1 ab. Allerdings war der Jubel noch in vollem Gange, als auf der anderen Seite Marc El-Sayed für Mannheim den 2:2-Ausgleich erzielte. Der 3:2-Endstand glückte einem erfahrenen Mann: Frank Hördler hämmerte den Puck nach schönem Zuspiel von Youngster Jonas Schlenker in die Maschen (52.). Die Adler blieben in der Schlussphase nichts schuldig, schnürten die dezimierten Eisbären phasenweise im eigenen Drittel ein. Doch der Siegeswille bei den Gastgebern war groß und so blieb es beim 3:2 und Balsam auf die Seelen des Deutschen Meisters.
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29.07.2026 15:10 Uhr

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