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Tölzer Löwen

Aufstieg der Löwen vorerst gescheitert

Scharfe Kritik an der ESBG und den Zweitligisten

Seit Donnerstag steht fest: Die Saison 2012/13 in der 2. Bundesliga findet ohne die Tölzer Löwen statt. Entgegen anderslautenden Meldungen war den Löwen zwar die Lizenz für die 2. Bundesliga erteilt worden. Doch nach Studium der damit verbundenen Auflagen mussten Löwen-Präsident Josef Hintermaier und Geschäftsführer Manfred Gröger die Reißleine ziehen.

Am Aufstieg gescheitert sind die Tölzer an den Regularien der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) - und am fehlenden Geld: In dem von Werner Gehrke, dem Aufsichtsratsvorsitzenden, und seiner Stellvertreterin unterzeichneten Papier ist unter anderem nachzulesen, dass die ESBG „gemäß § 17 (7) Lizenzstatut“ eine Bürgschaft in Höhe von 225.000 Euro forderte – zu hinterlegen bis zum kommenden Mittwoch. Es folgt die etwas holprig formulierte Anmerkung: „Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass es sich um vorgenannte Frist um eine Ausschlußfrist handelt.“ Von der Wiedereinführung der von Bad Tölz geforderten Förderlizenz-Regelung war da schon nicht mehr die Rede. Für diese Änderung der Satzung war die Lizenzierungskommission allerdings auch nicht zuständig. Das wäre Sache der ESBG-Mitglieder, also vor allem den Zweitliga-Clubs, gewesen. Heftiger Widerstand der Mehrzahl der Zweitligisten, allen voran vom SC Riessersee, hatte dieses Vorhaben im Keim erstickt.

Manfred Gröger bemühte sich nach dem unvermeidlichen Nein zum Aufstieg um Sachlichkeit: „Es ist sehr schade, dass die Zweitligisten bei der Wiedereinführung der Förderlizenz-Regelung nicht über ihren Schatten springen konnten oder wollten. Diese horrende Bürgschafts-Forderung können wir natürlich nicht erfüllen. Damit wurde die wochenlange Arbeit von engagierten Personen zunichte gemacht.“ Allerdings hegt Gröger noch einen kleinen Hoffnungsschimmer: Es gebe Bestrebungen, die II. Liga mit 14 Vereinen starten zu lassen. Falls kurzfristig ein Umdenken der Zweitligisten erfolge, könne man nach wie vor in einer Blitzaktion am Wochenende den Beschluss des Vorjahres aufheben.

Josef Hintermaier beteiligt sich nicht an solchen Spekulationen und machte aus seiner Enttäuschung kein Hehl: „Es ist sehr, sehr schade, dass man bei der ESBG offenbar nicht begriffen hat, dass es uns bei der Forderung nach einer Förderlizenz-Regelung nicht nur um die Durchsetzung eigener Interessen, sondern auch um die Zukunft des deutschen Eishockey-Nachwuchses gegangen ist. Unser Vertrauen in den Nachwuchs, die Basis unseres Oberliga-Meistertitels, wurde völlig ignoriert. Doch wir wollen auch weiterhin unseren jungen Spielern Perspektiven bieten, anstatt teure Stars durch die Lande zu schicken.“ Josef Hintermaiers ernüchtertes Fazit: „im deutschen Eishockey regieren also auch weiterhin Egoisten, die nicht in der Lage sind, über ihren Tellerrand hinauszuschauen.“
Stand: 06.07.2012, 13:19 Uhr
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Gast
22.06.2026 01:42 Uhr


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Kommentare (1)
06.07.2012, 13:52 Uhr
25willi (Gast)
Ich bin mal gespannt wieviel der jungen Spieler nun nach GAP wechseln werden. Axel Kammerer wird mit Sicherheit schon die Telefonnummern raussuchen. Und somit ist der Ausbildungsverrein wiedermal der Dumme. Schöne deutsche Eishockeywelt. Ich glaube solche Vereine wie Tölz, Kaufbeuren, Füssen, Rosen ...
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