EC Bad Nauheim unterliegt den Metro Stars
Düsseldorfer EG zieht mit einem 6:1 Erfolg in die nächste Pokalrunde
Mit 1:6 (0:1, 1:2, 0:3) verlieren die Roten Teufel ihr Pokalspiel gegen die Düsseldorfer EG. "Die haben dieses Spiel richtig ernst genommen", sagte EC-Coach Peter Obresa nach dem Match. "Düsseldorf spielte mit vier Blöcken, wir hingegen mit drei, was natürlich ein Vorteil für die Gäste war", so der
Übungsleiter der Kurstädter. Dabei sah es insgesamt doch sehr gut aus, was seinen Mannen bis ins letzte Drittel hinein boten. Die Abwehr stand zunächst sicher, und ein Jan Guryca im Tor der Hausherren hinterließ einen guten Eindruck.
Schiedsrichter Langer machte es dem Zweitligisten jedoch von Beginn an schwer, verteilte er zumeist fragwürdige Strafen, die den Teufeln von der ersten Minute an viel Kraft kosteten. Eben eine dieser Überzahlsituationen nutzte Düsseldorfs Beaucage in der 12.Minute zur Führung, nachdem er von Nationalstürmer Kreutzer schön frei gespielt wurde. Bis zu diesem Treffer waren die Teufel gut im Spiel, auch wenn sie nach vorne erneut zu umständlich spielten. Wer aber dachte, dass der vermeintliche Favorit früh schon die Weichen auf Sieg stellen würde, sah sich getäuscht, denn die Teufel waren stets bemüht, den Gästen Paroli zu bieten. In der 17.Minute stellte der Schiedsrichter Düsseldorfs Bernd Kühnhäuser mit einer Spieldauerstrafe vom Eis, nachdem dieser Reemt Pyka unabsichtlich mit einem hohen Stock niederstreckte, so dass der ehemalige Nationalspieler verletzungsbedingt vom Eis ging und in der Kabine behandelt wurde. Glücklicherweise konnte der gebürtige Bremerhavener im Mittelabschnitt wieder mitwirken.
Die ersten zehn Minuten des Mitteldrittels gehörten klar den Gastgebern: zunächst war es Murray, der knapp das Tor verfehlte, anschließend setzte man den Gegner sogar in dessen Abwehrzone förmlich fest. Was aber fehlte, war das fällige Tor. Mal war es Trefilov im Kasten der Gäste, mal waren es die zu verspielten Aktionen der Teufel, die den Ausgleich verhinderten. Selbst eine einminütige 5 gegen 3 Überzahl sollte nichts Zählbares bringen. Mitten in diese Drangphase hinein fiel dann in der 30.Minute das 0:2 für die Gäste, als Ficenec in Unterzahl nach einem Break trocken abzog und Guryca keine Chance ließ. Die einzige Überzahlsituation im Mitteldrittel, als Trevor Gallant für zwei Minuten draußen saß, nutzte Jeff Christian in der 34.Minute sogar zum 0:3 mit einem Blueliner, der Guryca durch die Schoner rutschte und haltbar erschien. Zum Jubel der knapp 2.000 Fans markierte Doug Murray in der 38.Minute nach einem Zuckerpass von Peter Allen den Anschlusstreffer zum 1:3 und ließ damit noch einmal Hoffnung im weiten Rund aufkommen.
Diese wurden aber gleich zu Beginn des Schlussabschnittes zunichte gemacht, als Beaucage in der 43.Minute mit einem Schlagschuss genau unter die Latte das 1:4 für die DEG erzielte. Dies bedeutet zugleich die Vorentscheidung, denn der Kräfteverschleiß bei den Teufeln war doch offensichtlich, auch wenn man sich zu keinem Zeitpunkt aufgab und seinerseits unbedingt ein zweites Tor erzielen wollte. Chancen hierzu ergaben sich zahlreich, aber es scheint momentan das Manko zu sein, dass man keinen echten "Knipser" vor dem Tor hat. Stattdessen markierten die Rheinländer in der 52.Minute das 1:5 durch Jeff Christian, nachdem der EC schlecht gewechselt hatte, und daraus eine 3 gegen 1 Situation entstand. Die Gäste spielten im Stile einer DEL-Spitzenmannschaft und bestraften die Fehler der Teufel eiskalt. So auch in der letzten Spielminute, als die Düsseldorfer durch die Abwehrreihen marschierten und durch Vikingstad den Schlusspunkt in einer ansehnlichen und trotz des Ausganges erfolgreichen Partie für die Teufel setzten. "Wir haben 40 Minuten gut mitgehalten, und wir haben auch unsere Chancen gehabt. Ich habe aber eine gute EC-Mannschaft gesehen", sagte nach der Partie Peter Obresa. Vom Düsseldorfer Coach Michael Komma haben wir leider kein Statement, da dieser nach dem Spiel sofort im Mannschaftsbus verschwand und zur Pressekonferenz nicht erschien.
|