Peter Obresa hochzufrieden mit seinen "Teufeln"
Bad Nauheim will morgen gegen den EV Duisburg nachlegen
"Die Art und Weise wie wir in den ersten beiden Drittel gespielt haben: besser kann man nicht auftreten", sagte gestern Abend EC-Coach Peter Obresa nach dem sicher herausgespielten 4:3-Auswärtserfolg beim Heilbronner EC. "Lediglich die Chancenverwertung kann man bemängeln", spielte der frühere Mannh
eimer auf die zahlreichen Torgelegenheiten an, mit deren Verwertung das Endergebnis weitaus höher hätte ausfallen können - wenn nicht sogar müssen. Überhaupt kontrollierten die Teufel das Match über 40 Minuten lang und ließen den umgebauten vier Sturmreihen der Schwaben kaum mal eine Chance. Bereits nach 10 Minuten hätten die Gäste nach Chancen von Gerbig, Gallant und Huber 3:0 führen können, zwei Mal war jedoch der Pfosten im Weg, einmal rettete Backup-Goalie Martinovic, der für den zuletzt formschwachen Suvelo im Tor stand. Das 0:1 durch Pyka in der 15.Minute, der die Abwehrspieler der Falken einfach stehen ließ, war die logische Konsequenz der Spielweise der Teufel. Dass die Hausherren vor der schwachen Kulisse von nicht einmal 1.700 Zuschauern in der 21.Minute auf 1:1 ausgleichen konnten, war auch auf die Mithilfe von Leo Contizurückzuführen, der mit dem Handschuh daneben griff, und das Hartgummi ihm durch die Schoner rutschte. Aber auch dieser Treffer weckte die Falken nicht richtig auf, während die Teufel hellwach blieben. Anscheinend hatten die beiden letzten Niederlagen den Akteuren die Tatsache ins Bewusstsein gerufen, dass man gegen jeden Gegner in dieser Liga 100 Prozent Leistung bringen muss, um zu gewinnen. Und dies beherzigten die Teufel, die auch im Mittelabschnitt permanent die Gastgeber unter Druck setzten. Enttäuschend jedoch die Heilbronner, die sich selber zum Mitfavoriten auf den Titel erkoren haben. Wie im Hinspiel, als die Kurstädter mit 5:1 gewannen, ergaben sie sich in ihr Schicksal und konnten das Tempo der Hessen nicht mitgehen. Diese konterten die Falken eiskalt aus und hatten zahlreiche Torchancen, die zum einen durch Martinovic und zum anderen durch das Gehäuse vereitelt wurden. Aber auch hier wiederum folgerichtig die Treffer durch Huber und Loney (bei 5-3-Überzahl), die den EC auf 3:1 in Front brachten, lediglich der Anschluss durch Vit kurz vor der Pause war ein sehenswerter Spielzug der Gastgeber. Im letzten Abschnitt spielten die Teufel das aus, was sie in dieser Saison auszeichnet. Den Gegner kommen lassen, um selber zuzuschlagen, so wie Olivier in der 41.Minute mit dem 4:2 in Überzahl. Dass die Hessen einen solchen Vorsprung verteidigen können, haben sie schon oft genug gezeigt, und so auch an diesem Abend. Selbst das 3:4 durch Appel, der mit einem Bauerntrick Conti alt aussehen ließ, brachte die Gäste nicht aus der Ruhe. Auch eine 3 gegen 5-Unterzahl kurz vor Ende des Spiels sollte kaum Gefährliches auf den Kasten von Conti bringen, und auch die Herausnahme des Heilbronner Torhüters führte zu nichts mehr, so dass unter dem Strich drei vollauf verdiente Punkte für die Hessen blieben. Wenn man mit dieser Einstellung auch am morgigen Sonntag gegen Duisburg zu Werke geht, sollte dem EC-Fan nicht bange sein, denn diese Leistung der Teufel war absolute Spitzenklasse. Nicht allzu selten gehen die gegnerischen Fans mit einer Niederlage im Gepäck nach Hause und sagen: "Das war der stärkste Gegner, den wir diese Saison gesehen haben."
|