Roten Teufel unterliegen nach kuriosem Spiel in Bietigheim
Steelers behalten mit 6-5 nach Penalty die Oberhand
Mit 6:5 n.P. unterliegen die Roten Teufel nach einem kuriosen Spiel in Bietigheim. Gleich ein Paukenschlag in der 2.Minute, als Mike Burman einfach mal auf Fatikovs Tor abzog, und dieser die Scheibe zum 0:1 durchdie Hosenträger rutschen ließ. Dass die Steelers dies natürlich nicht auf sich sitzen la
ssen würden, machten sie in den Folgeminuten deutlich, als sie enormen Druck auf die EC-Hintermannschaft ausübten. In dieser Phase kamen die Gäste dem Tempo der Hausherren nicht hinterher, und einen schnellen Konter bei 2 gegen 1 schloss Teeple in der 9.Minute zum 1:1-Ausgleich ab. Anschließend wollten die Teufel näher am Mann sein, Schiedsrichter Kathmann sah darin aber immer wieder Fouls, so dass die Gäste sich auf der Strafbank wiederfanden. Als mit Alex Schuster und Mike Burman gleich zwei Hessen das Sünderbänkchen drückten, markierte Teeple in der 14.Minute das 2:1 für die Gäste. Zwar durfte ein EC-Spieler wieder zurück aufs Eis, aber die knapp einminütige Überzahl nutzte Kovalev in der 15.Minute zum 3:1. Nun wurde bei den knapp 100 mitgereisten EC-Fans die Befürchtung wach, dass sich das Geschehen aus dem Freiburg-Spiel wiederholen könnte, als man nach einer frühen 0:1-Führung ebenfalls durch Burman sang- und klanglos mit 6:1 unterlag. Aber der EC kämpfte sich zurück und kam nun seinerseits zu einer 5 gegen 3-Überzahl, die Murray in der 17.Minute zum 3:2-Anschluss nutzte. Kurz vor der Pause sogar noch das 3:3, als Fatikov nach einem Gallant-Schuss erneut nicht gut aussah.
Mit Beginn des Mittelabschnittes kamen die Teufel nun besser gestaffelt aus der Kabine, und vor allem die Abwehr stand nun viel sicherer, was sich gleich auf das gesamte Spiel der Gäste auswirkte. Bei 4 gegen 4 auf dem Eis nutzte Loney einen Rebound nach einem Burman-Schuss zum 3:4 in der 25.Minute. Man konnte zwei Minuten später sogar noch einen draufsetzen, als Burman mit seinem zweiten Tor erneut Fatikov überwinden konnte, nachdem der Goalie zum dritten Mal nicht sehr glücklich aussah. In dieser Phase war es ein echtes Spitzenspiel mit schnellem und hochklassigen Eishockey, das die Zuschauer zu sehen bekamen. Aber leider brachten sich die Teufel nun wieder selber mit Strafen in Schwierigkeiten: gleich zwei Mann saßen in der 33.Minute auf der Strafbank, als Kovalev den zweiten Treffer an diesem Abend bei Zwei-Mann-Überzahl zum 4:5 markierte. Auch in den Restminuten des Mittelabschnittes mussten die Gäste immer wieder in Unterzahl agieren, so dass man sich nach vorne kaum noch Torchancen erspielen konnte. Als man zum dritten Mal mit zwei Mann weniger agieren musste, verwandelten dies die Gastgeber in der 38.Minute durch Teeple eiskalt zum 5:5-Ausgleich, womit die Ellentaler vier ihrer fünf Treffer bis dahin in Überzahl erzielt hatten - und davon drei bei Zwei-Mann-Powerplay, wobei man dem Referee ein wenig ankreiden musste, dass er faire körperliche Härte gleich in ungerechtfertigte Strafen münden ließ, so dass er sich dem im Laufe des Spiels gestiegenen Niveau der Partie nicht anpassen konnte.
Mit Beginn des letzten Drittels versuchten die Gäste, Druck in Richtung Fatikov zu machen, sie wurden aber immer wieder durch Pfiffe des Unparteiischen in ihrem Unterfangen behindert. Durch die vielen Unterzahlsituationen ließen dann natürlich allmählich die Kräfte nach, zumal das Spiel ein hohes Tempo hatte, so dass beide Seiten nicht mehr so kontrolliert wie noch in den ersten beiden Dritteln in das gegnerische Drittel kamen. Je länger die Partie dauerte, umso klarer wurde, dass der nächste Treffer das Spiel entscheiden würde, so dass sich beide Teams mehr und mehr in die Defensive zurückzogen, um keine Fehler zu machen. So stand es dann auch nach 60 Minuten 5:5, so dass die Overtime die Entscheidung über den Zusatzpunkt bringen musste. In den fünf Minuten Extrazeit hatten die Teufel in der 64.Minute durch Loney einen vermeintlichen Treffer erzielt, der Referee verweigerte dem Tor allerdings die Anerkennung, da die Scheibe nicht hinter der Linie gewesen sein soll, nachdem der Bietigheimer Verteidiger zusammen mit dem Puck ins Tor rutschte. Die Proteste der Teufel halfen da natürlich wenig, da man entgegen der DEL leider keinen Videobeweis zur Verfügung hat. So ging es ins Penaltyschießen, in dem Murray verschoss, während Kovalev für die Gastgeber verwandelte. Auch Hölscher traf für die Gäste, die restlichen Akteure verschossen. Im zweiten Durchgang konnte erneut Kovalev verwandeln, während Gallant die Scheibe nicht im Netz unterbrachte, so dass die Steelers einen glücklichen Sieg und den dritten Tabellenplatz feiern konnten.
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