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NHL

Keine Einigung in der NHL

Lockout jetzt offiziell - Spieler kommen nach Europa

Die Einingung beim Arbeitskampf in der National Hockey League (NHL) ist ausgeblieben. Teambesitzer und Spielergewerkschaft konnten sich nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag sperrten die Eigner nun die rund 700 Profis aus. Ob bzw. wann die NHL mit ihrere Saison beginnt ist ungewiss. Es wird davon ausgegangen, dass viele NHL-Spieler nach Europa wechseln werden. Auch die deutschen Spieler werden zum Teil in der DEL erwartet.

Christian Ehrhoff (Foto) wird sich voraussichtlich den Krefeld Pinguinen anschließen. Er soll nach Medienberichten bereits in Kürze in Deutschland eintreffen. Dennis Seidenberg möchte zu Bruder Yannic nach Mannheim, wo auch Marcel Goc und Jochen Hecht im Gespräch sind. Marco Sturm könnte wie beim letzten Lockout wieder für Ingolstadt spielen. Andere NHL-Stars wie etwa Jason Spezza wurden gerüchteweise bereits mit den Eisbären Berlin in Verbindung gebracht.

Wie es nun weiter geht

Der Geduldsfaden der Spielergewerkschaft NHLPA war zum Schluss gerissen, viele Spieler stehen trotz der drohenden Saisonabsage hinter der harten Linie ihrer Vereinigung, zumal von der Gegenseite um NHL-Commissioner Gary Bettman ebenfalls nur vordergründig Kompromissbereitschaft zu erkennen war. Ob die jüngste Entwicklung nun jedoch zu einer kompletten Saisonabsage führt, darf bezweifelt werden. Zu viel steht für alle Beteiligten auf dem Spiel. Eine Einigung in letzter Minute, die dann einen verspäteten Start der NHL zur Folge hätte, erscheint weiterhin denkbar. Der Spielplan würde dann verkürzt werden. Doch das Fenster für eine Verhandlungslösung, bei der die hunderttausenden Fans der NHL in Übersee noch Live-Eishockey geboten bekommen, wird kleiner.

Wer profitiert - wer verliert?

Durch den Lockout gibt es rund um den Globus mehr Verlierer als Gewinner, auch wenn es auf den ersten Blick für die europäischen Fans verlockend ist, NHL-Stars hautnah erleben zu können. Doch die Kehrseite der Medaille liegt auf der Hand: Für den Einsatz der Importgäste müssen hohe Versicherungssummen hingeblättert werden, zudem behindern die Einsätze der NHL-Profis möglicherweise Nachwuchsspieler, deren Eiszeiten zusammenschmelzen. Auch die NHL-Clubs und die Spieler selbst haben drastische Einbußen hinzunehmen. Werbeverträge, Fernseheinnahmen und auf Spielerseite ausbleibende Gehaltszahlungen - all das dürfte unter dem Strich auf beiden Seiten für ein dickes Minus sorgen. Mit Geld gar nicht zu bezahlen ist der Imageverlust für die Liga. Die wegfallenden Fernsehzeiten werden im sportbegeisterten Nordamerika schnell anderen Sportarten zugeschlagen, mit denen Eishockey ohnehin in einem harten Wettbewerb steht.

Einziger echter Profiteur des Lockouts könnten die so genannten Minor Leagues und in Kanada auch die starken Nachwuchsligen WHL und OHL sein. Sie werden das eishockeybegeisterte Publikum stärker als bislang auf sich ziehen. Und auch dort dürfte man den einen oder anderen NHL-Star live bewundern können.
Sonntag, 16.09.2012, 11:40 Uhr
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Gast
15.08.2026 16:39 Uhr

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Kommentare (10)
17.09.2012, 13:49 Uhr
Bärlie (Gast)
naja so die Eiszeit klauen sie auch nicht sehe 04/05 was Berlin obwohl Lockout war mit Olie the Goalie Eric Cole und Nathan Dempsey dennoch die Jugend gefordert hat. Busch, Hördler, Gawlik, Martens und Rankel zbs die 04/05 noch alle samt Juniors waren ;) wurden aber eingesetzt und sind auf ihre 30-4...
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17.09.2012, 10:03 Uhr
Veganer71 (Gast)
Wir reden hier von 700 (!) Spielern ! Die meisten werden eh in die KHL gehen !
Bewerten:1 

16.09.2012, 21:53 Uhr
Der Meister
Guter Ansatz, Duesselhenri :-)
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16.09.2012, 21:05 Uhr
Duesselhenri (Gast)
Bin dafür, daß Hamburg, Berlin und Mannheim viele NHL-Profis verpflichtet und diese möglichst nur in den Auswärtsspielen einsetzt. Und das bitte in erster Linie gegen die DEG. Denn dann lernen unsere Jungs, die Wilde Horde, noch mehr und uns kostet die qualitativ bessere Leistung nichts. Da wir im U...
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16.09.2012, 17:33 Uhr
Denk mal nach (Gast)
Man muß es mal pragmatisch und nüchtern betrachten: Mit der Aussperrung sind für die Spieler auch die Eishallen geschlossen und die Eisflächen tabu. Dennoch müssen sie sich fit halten, denn die Saison könnte ja irgendwann beginnen. Da Trockentraining keinen Spaß macht, sehen die Profis einen Ausweg ...
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