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EHC Neuwied
Donnerstag, 24.10.2002, 15:55 Uhr

Bären am Wochenende mit Spitzenspiel im Doppelpack

Neuwieder wollen Tabellenführung gegen Hassfurt und Amberg verteidigen

Der Blick auf die Tabelle vor dem 11. und 12. Spieltag in der Oberliga Südost verspricht ein "Megawochenende" für die Dahlem-Truppe: Am Freitag reist der Tabellenführer aus der Deichstadt zum Tabellendritten nach Hassfurt, am Sonntag empfängt man im heimischen Icehouse den Tabellenzweiten aus Amberg .

ERC Hassfurt - SC Mittelrhein-Neuwied

Am ersten Spieltag der noch jungen Saison trafen diese beiden Teams bereits in Neuwied aufeinander. Nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand konnten die Deichstädter die Partie damals, unter den Augen des Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Herrn Kurt Beck, noch in einen 4:3-Sieg umwandeln. Am vergangenen Wochenende schafften die ?Sharks? dann mit einem Sechs-Punkte-Wochenende den Sprung in das obere Tabellendrittel. Imponierend dabei vor allem der souveräne 4:1 Sieg des Teams von Stefan Kagerer beim Ligafavoriten Dresden, wo nur eine Woche zuvor der SCM-N nach einem 4:5 das Eis als Verlierer verlassen hatte. Erfolgreichster Scorer in den Reihen der Gastgeber ist Dennis Meyer, der in dieser Woche von der Eishockey-News ins Allstar-Team des Wochenendes berufen wurde. Meyer hat in zehn Spielen bereits sieben Tore und acht Assist erzielt. Seine Tore verhindern wollen unter Anderem die ebenfalls ins Allstar-Team gewählten Spieler der Bären, Torwart Marc Gronau und Verteidiger Sebastian Osterloh. Im Tor der Haßfurter steht mit Joachim Appel der derzeit beste Torhüter der Liga, das verrät zumindest die Statistik. Appel hat mit 23 Gegentoren in bisher neun Partien einen Gegentorschnitt von 2,51, dicht gefolgt auf Rang drei von Bärenkeeper Marc Gronau, bei dem ein Gegentorschnitt von 2,64 zu Buche steht. Doch auch der zweite Goalie hinter ?Bibi? Appel, Willi Dexheimer, ist eine Bank. Er sicherte bei seinem ersten Spiel der Saison den souveränen Sieg in Dresden mit nur einem Gegentreffer. Ebenfalls beachtenswert die Statistik von Sharks-Verteidiger Petr Macek. Der Tscheche im Diensten der Haßfurter hat in den bisher 10 Saisonspielen bereits 8 Tore und 6 Assist erzielt bei nur 10 Strafminuten. Weitere Stärke der Gastgeber: Erst einmal haben die Sharks in diesem Jahr zu Hause verloren, am 8. Spieltag mit 5:6 n.P. gegen Höchstadt.

SC Mittelrhein-Neuwied - ERSC Amberg

Zwei mal haben die Bären in dieser Spielzeit das Eis als Verlierer verlassen, einmal davon in Amberg. Das Team von Trainer Dahlem ist also gewarnt vor dem Tabellennachbarn aus dem Süden. Amberg und Neuwied wechselten sich an den vergangenen Spieltagen regelmäßig an der Tabellenspitze ab, was vor allem für die Wild Lions überraschend scheint. Nach eigenen Aussagen wäre das Erreichen des 5. Tabellenplatzes, der zur Teilnahme an den Play-Offs berechtigt, bereits ein Riesenerfolg. Möglich das da auch eine gehörige Portion ?Understatement? drinsteckt. Denn immerhin konnte der ERSC von den bisherigen zehn Partien sieben gewinnen. Besonderes Augenmerk muss der SCM-N sicherlich auf Corey-Joe Ficek richten. Der Amerikaner brachte es in bisher 10 Spielen auf immerhin 11 Tore und sechs Assist, was ihn auf Rang zwei der Top-Torjäger hievte. Zudem verzweifelten die Deichstädter bei der 2:3-Niederlage in Amberg am zweiten Spieltag vor allem an Goalie Martti Hirvonen. Er gehört sicherlich zu den besten Torhütern der Liga, kann ein Spiel auch schon mal ganz alleine entscheiden. Im Sturm bei den Lions spielt mit dem Kanadier Harold Hersh zudem ein Spieler, der derzeit ebenfalls einen guten Lauf hat: Am letzten Wochenende schoss er sich mit drei Treffern in das Allstar-Team der Eishockey-News. Derzeitiges Manko der Lions: Auswärts konnte das Team von Trainer Basile allerdings bisher nur zwei Mal gewinnen, in Schweinfurt und in Höchstadt. Interessanter Vergleich auch in der Fair-Play-Tabelle. Das Spiel der beiden Spitzenreiter der Liga ist zugleich der Vergleich der zweitfairsten Mannschaft der Liga (SC Mittelrhein-Neuwied, 18 min. im Schnitt) mit dem das Team mit der zweithöchsten Strafenquote (ERSC Amberg, 25 min. im Schnitt).
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