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Oberliga

DEB wendet sich an den Bundestag

Clubs veröffentlichen Hilferuf

Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. hat sich an Haushaltsmitglieder des Bundestages gewandt und auf diese Weise erneut auf die besondere Situation der Vereine in den höchsten DEB-Ligen aufmerksam gemacht. Die Vereine haben am Sonntag mit einem offenen Brief einen Hilferuf veröffentlicht.
✎  Sonntag, 06.09.2020, 17:17 Uhr


Der DEB schilderte die strukturellen Umstände in den Oberligen und führte aus, wie die wirtschaftlichen Kennziffern aussehen und wie groß sich demzufolge die Abhängigkeit von Ticketeinnahmen darstellt. Auch wurde erklärt, welch übergeordnete Bedeutung die Oberligen für das deutsche Eishockey besitzen, weil die Spielklassen wichtige Entwicklungsmöglichkeiten für Nachwuchs- und damit unter Umständen künftige Nationalspieler bieten.

In besonderem Maße wies der DEB auf eine Richtlinie aus dem EU-Beihilferecht hin, die in Bezug auf die Antragstellung für Zuschüsse aus dem Corona-Hilfspaket für den professionellen und semi-professionellen Mannschaftssport generell ein derzeit unüberwindliches Hindernis darstellt - somit auch für die Vereine aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL), der DEL2 und der Oberliga. Hierbei werden nach Auffassung des DEB die spezifischen Bedingungen im Profisport nicht ausreichend berücksichtigt. Profisportvereine unterliegen einer anderen Logik als vergleichbare Wirtschaftsbetriebe, da es vordergründig um die Maximierung des sportlichen und nicht des wirtschaftlichen Erfolgs geht.

Auch die 26 Vereine haben mit einem offenen Brief noch einmal darauf hingewiesen, dass sie vor dem Aus stehen. Die Vereine fordern:

- Die EU-Beihilferichtlinie muss an Rahmenbedingungen des Sports angepasst werden

- Finanzielle Einbußen durch fehlende Zuschauer müssen ausgeglichen werden

- Hygienekonzepte müssen tatsächlich durch die zuständigen Behörden geprüft und dürfen nicht mehr pauschal abgelehnt werden

- Die Entscheidungen seitens der Politik müssen den Vereinen dringend zeitnah vorliegen

Die Politik muss entscheiden, ob sie das Eishockey und die Vereine der Oberliga sterben lassen will oder eine Perspektive bieten kann. Die Zeit drängt, denn die 26 Teams sind auf umgehende Entscheidungen dringend angewiesen.
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Gast
13.10.2026 03:18 Uhr

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Kommentare (4)
09.09.2020, 09:43 Uhr
Garry Cool
@BlackHawk, natürlich bringt nur rumsitzen nichts. 
Vllt. sollte man die zuständigen Stellen wirklich permanent mit Anträgen überhäufen. 
Aber Du unterstellst mir Aussagen, die ich so nicht gemacht und auch nicht gemeint habe. Meine Argumentation hat auch nichts mit jammern zu tun. Was ich b...
Weiterlesen Bewerten:3 

08.09.2020, 17:14 Uhr
Garry Cool
@BlackHawk, zumindest ein Vorschlag, ok. Aber..... wenn die da oben nicht wollen, können die da unten zusammenschließen wie sie wollen. Es kommt nichts dabei raus, befürchte ich. Und die Politiker drehen sich mit ihrem Gesabbel nur noch im Kreis, und haben längst den Durchblick verloren.
Bewerten:4 

07.09.2020, 10:43 Uhr
Garry Cool
Genaugenommen ist es 5 nach 12. Gleichbehandlung zu Fußball? Fehlanzeige. Da gibt es Unterstützung bis mindesten zur 3. Liga hinab, und dafür riskiert man das Sterben im gesamten DEB - Bereich, und nicht nur der OL. Ich wage kaum zu fragen, was aus dem Nachwuchs in Eishockey - Deutschland werden sol...
Weiterlesen Bewerten:38 

07.09.2020, 08:48 Uhr
Sir Toby
Richtig so! Hier würde ich auch sagen, können die Fans einmal mehr helfen! Schreibt an Eure regionalen Abgeordneten im Bundestag eine eMail. Seid Ihr sogar selbst politisch engagiert, kennt Ihr vielleicht sogar die Haushaltsausschussmitglieder und könnt diese zum Thema anschreiben. Der Verweis auf e...
Weiterlesen Bewerten:33 



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