ERC Selb ohne Chance beim ERC Haßfurt
Verdiente 8-3 Niederlage der Wölfe
Nicht viel zu Bestellen hatten die Cracks des ERC Selb am vergangenen Sonntag bei ihrem Gastspiel im unterfränkischen Hassfurt. Der ERC Hassfurt dominierte über 60 Spielminuten klar das Spielgeschehen auf dem Eis und hebelte mit einfachen, geradlinigen Eishockey die nicht immer sattelfest erscheinen
de Selber Abwehr inklusive Goalie Markus Nachtmann schnell und problemlos aus ihren Angeln. Einen Sahnetag erwischte auf Seiten der "Sharks" der ehemalige Selber Andreas Hermann der gegen seinen Stammverein drei Tore und eine Vorlage verbuchte. Im Großen und Ganzen war der Knackpunkt der Vergleich der dritten Blöcke, den die "Wölfe" um Längen verloren. Unter besonderem Augenmerk der wieder gut 150 mitgereisten Selber Schlachtenbummler stand vor allem Neuzugang Björn Eden, dem ein gelunges Debüt im "Wölfe-Trikot" bescheinigt werden konnte, war bei seiner ersten Aktion sogleich am zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleichstreffer beteiligt.
ERC Selb, Trainer Roland Schneider
"Ausschlaggebend war natürlich das erste Drittel, als unser dritter Block total neben der Rolle war und drei Tore kassierte. Zum zweiten und dritten Block möchte ich sowieso sagen, dass sie, wie wir gesehen haben, ihre Chancen einfach nicht genutzt hatten. Wir hatten auch glasklare, hundertprozentige Chancen, doch konnten Torhüter App einfach nicht bezwingen. Ich glaube, wenn wir 1 oder 2 Tore in solchen Situationen geschossen hätten, wäre das Spiel vielleicht in eine andere Richtung gegangen, denn wie jeder im Stadion gesehen hat, waren wir bis zu den 2 schnellen Toren zum 5:2 und 6:2 lange Zeit ebenbürtig.
Uns passieren leider immer die gleichen Fehler und dann geht wieder ein Knick durch die Mannschaft. Und selbst Markus Nachtmann hatte heute auch nicht seinen besten Tag. Bei 3 Toren meine ich, dass er die halten muss. Wenn die Chancen vergeben werden, gehen eben die Köpfe runter und dann sieht man was dabei herauskommt. Aber das nützt nichts, wir müssen weiterarbeiten. Mit unserem Neuzugang Björn Eden haben wir jedoch einen Glückgriff gemacht der uns weiterhelfen kann. Ab 1. Januar kommt Elvis Beslagic zurück und auch Frank Hördler. In der zweiten Januarwoche Ted Suihkonen. Ich glaub, dann haben wir wieder Auswahlmöglichkeiten und können so einige Spieler unter Druck setzen."
ERC Hassfurt, Trainer Stefan Kagerer:
"Ich sehe das Spiel ein wenig anders. Wir hatten schnell 1:0 geführt und hatten auch schnell wieder das Gefühl, dass wir das Spiel im Sack haben. So kam es dann zum Ausgleich. Gott sei Dank machte dann ein junger Spieler von uns das 2:1. Auch das 3:1 kam schnell.
Dann ist aber wieder leider der Schlendrian bei uns eingetreten. Hier hatten wir im zweiten Drittel aufgemacht. Auf einmal wollte wieder jeder punkten. Jeder ist nach vorne gerannt und dadurch haben sich die Chancen für Selb ergeben. Aber ich denke, über das gesamte Spiel, so wie es jeder gesehen haben dürfte, durfte nichts weiter anbrennen. Über 1 oder 2 Tore her hätte es auch zweistellig für uns ausgehen können, hätte aber auch 8:5 ausgehen können.. Aber über 60 Minuten waren wir die stärkere Mannschaft. Man hatte nie den Eindruck gehabt, dass wir das Spiel verlieren könnten Der Sieg geht in Ordnung und die 3 Punkte für unsere Truppe sehr wichtig, nachdem wir gegen Bayreuth und knapp gegen Dresden verloren hatten."
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