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Selber Wölfe 29.01.2002, 10:34

Frank Hördlers Traum von der DEL

17-jähriges Eishockeytalent des ERC Selb sorgt für Furore

VON ANDREAS PÖHNER ,,Wer ist denn das mit der Nummer 16?'', fragten sich viele Fans, als im Dezember plötzlich ein junger Bursche für den Eishockey-Oberligisten ERC Selb verteidigte. Da eine Grippewelle mehrere Spieler aufs Eis legte, holte Trainer Roland Schneider den bis vergangenen Samstag noch 16-jährigen Frank Hördler ins ,,Wölfe''-Team.

Verdammt froh, stolz und aufgeregt sei er gewesen, als der erste Einsatz in der Oberliga- Mannschaft bevorstand. Jetzt ist es für Frank Hördler, seit Samstag 17 Jahre jung, schon fast zur Routine geworden, das Selber ,,Wölferudel'' im Kampf um das Erreichen eines Playoff-Platzes zu unterstützen. Noch immer nicht zu beschreiben sei allerdings das Gefühl, wenn bei der Mannschaftsvorstellung über 1000 Leute seinen Namen rufen. ,,Das ist einfach herrlich.''

,,Die Männer wiegen viel mehr und haben mehr Kraft.''

Für Frank Hördler ist es natürlich eine riesige Umstellung. ,,Der Unterschied von den Junioren zur ersten Mannschaft ist schon gewaltig. Das Spiel ist viel schneller. Die Männer wiegen viel mehr und haben mehr Kraft.'' Die Umstellung scheint der ,,Franky'' jedoch gut verkraftet zu haben. Erst jüngst gegen Erding bewies der U17-Nationalspieler sein Können, als er gleich zwei Abwehrspieler stehen ließ, vorzüglich Jaworin bediente, und der den 2:0-Siegtreffer markierte.

Aber die Hördlers sind ja auch eine richtige Eishockeyfamilie. Neben Vater Jochen - der es allerdings schon etwas ruhiger angehen lässt - jagt auch Bruder David dem Puck hinterher. Mit dem Eishockey ging es für Frank allerdings erst so richtig los, als die Familie im Jahr 1991 von Weißwasser nach Selb umsiedelte. ,,In Weißwasser durfte ich nur Schlittschuhlaufen. Einen Puck habe ich dort nicht bekommen. Das hat mir nicht so sehr gefallen.'' Und selbst in Selb bedurfte es erst dem guten Zureden eines ,,Siggi'' Bärnreuther, dass Frank zum Eishockey kam. ,,Mein Vater wollte das eigentlich nicht.''

Nun aber steht der Vater selbstverständlich voll hinter der ,,Karriere'' seines Sohnes. Und für Frank ist es eine große Hilfe, wenn ihm das Familienoberhaupt wertvolle Tips gibt. ,,Nach jedem Spiel sitze ich mit meinem Vater eine gute Stunde zuhause. Da erklärt er mir dann, was ich gut und falsch gemacht habe. Das ist es wohl, was mich so weit gebracht hat.'' Viel Verständnis erfährt Frank aber auch von seinem Arbeitgeber. Bei der Firma Netzsch lässt sich der junge Mann zum Technischen Zeichner ausbilden - und wird für Spiele oder seine jüngste Kanadareise oft freigestellt. ,,Die Firma zeigt hier großes Verständnis. Darüber bin ich wirklich sehr froh und dankbar.''

Für die Zukunft hat Frank Hördler natürlich auch schon eine Vision. ,,Ich hoffe, dass Eishockey irgendwann einmal zu meinem Beruf wird. Die DEL wäre schon schön, aber leider ist dies nicht ganz einfach.'' Geht es nach dem deutschen U17-Auswahltrainer, dürfte Frank gar nicht mehr allzulange träumen müssen. Beim ,,World- Hockey-Challenge 2002'' für U17-Teams in Kanada lobte der deutsche Coach den Selber in höchsten Tönen, und zählte Frank zu den besten vier Verteidigern im DEB-Team.

,,Ich dachte, die Kanadier wären alle gezüchtet worden.''

Der zweiwöchige Aufenthalt in Kanada zum Jahreswechsel war ohnehin der bisherige Höhepunkt in Hördlers ,,Eishockeykarriere''. Beim Spiel um Platz neun gegen Finnland gelang Frank, der auch bei Über- und Unterzahlsituationen auf dem Eis stand, sogar ein Tor zum 3:0-Sieg der deutschen Mannschaft. Allerdings sei es in Winnipeg schon ein ,,riesengroßer Unterschied'' zum europäischen Hockey gewesen. ,,Ich dachte, die Kanadier wären alle gezüchtet worden. Da hatte jeder schon einen Vollbart. Dabei waren die genauso jung wie ich.'' Und so hätten die Kanadier dann auch gespielt: ,,Brutalhart. Die fuhren wirklich auf alles, was sich bewegt.''

Vom 6. bis 10. Februar wird Frank Hördler dem ERC Selb übrigens erneut fehlen. In dieser Zeit befindet sich der junge Mann mit dem U17-Nationalteam bei einem Turnier in Norwegen.
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