Müder EC Peiting muss in Ratingen neuerlichen Tiefschlag verkraften
Nur wenige Spieler mit lobenswerter Vorstellung
VON DIETMAR FRIEBEL Peiting
- Die Hoffnung stirbt zuletzt. So lange Aussichten bestehen, noch die Aufstiegs-Playoffs zu erreichen, wollen Peitings Eishockey-Cracks nicht aufgeben. Trainer Georg Kink wusste aber nur zu gut, dass seine Peitinger Mannschaft in der Oberliga mit dem 2:5 (0:2, 1
:1, 1:2) bei den zuletzt sehr erfolglosen Ratinger Ice Aliens wichtige Punkte verloren haben. Vor allem gegenüber Mittelrhein, das gegen Landshut erst in der Verlängerung 3:4 unterlag und wenigstens einen Punkt holte.
Zum achten Platz
fehlen jetzt zehn Punkte
15 Punkte stehen für den ECP in den Einsätzen beim ESC Dresden (8. März), gegen die Erding Jets (10. März), dann im Nachholspiel gegen Füssen (12. März) und in Füssen (15. März) sowie gegen Selb (17. März) auf dem Spiel. Zehn Zähler müsste der Oberliga-Zehnte gegenüber Mittelrhein, das ein Spiel weniger hat, gutmachen.
Müde wirkten die Gäste im ersten Drittel. Die lange Fahrt und mehr noch das schwere Freitagspiel steckte Kapitän Michael Kreitl und Co. in den Knochen. Doch auch die Gastgeber kamen zunächst nicht auf Touren. "Man merkte, dass beide Mannschaften müde sind. Insbesondere mit der Leistung meiner Mannschaft war ich sehr unzufrieden und es gibt nur wenige Spieler, denen ich heute ein Lob aussprechen kann", übte Trainer Georg Kink denn auch berechtigte Kritik.
Ratingens Cracks waren eher wach und setzten die ECP-Truppe unter Druck. Verdient war deshalb die Führung durch Sven Gericke (10.) und Milan Kubis (12.).
Die Pausenpredigt durch Georg Kink rüttelte Peitings Cracks doch endlich wach. Der Garmischer gab ihnen zu verstehen, was auf dem Spiel steht. Im zweiten Durchgang arbeitenen sich auch die Gäste einige gute Chancen raus. Mathias Wikström schaffte den Anschluss (33.), doch eineinhalb Minuten später war's schon wieder vorbei mit der Hoffnung auf den Ausgleich. Denn Hans-Jürgen Lacalli legte für die "Außerirdischen", die inzwischen wieder die größeren Spielanteile hatten und den ECP mit gelungenen Spielzügen in Bedrängnis brachten, zum 3:1 (35.) nach.
Ein Doppelschlag versetzte den Kufenflitzern aus der Marktgemeinde den endgültigen Ko. Torsten Kurz stellte in der 47. Minute auf 4:1 und Jan Welke ließ 22 Sekunden später das 5:1 für die Ratinger Ice Aliens folgen. Das Spiel war gelaufen, der Vier-Tore-Rückstand ließ beim ECP alle Hoffnungen, die Punkte in die Heimat mitzunehmen, sterben.
Ullspergers Rückkehr
zwischen die Pfosten
Nach vielen Wochen des Zusehens kam beim EC Peiting auch Torhüter Martin Ullsperger wieder einmal zu einem Einsatz. Nach dem Doppelschlag der Ratinger verließ der angeschlagene Ola Hedqvist nämlich seinen Arbeitsplatz, der zweite Mann bewahrte seine Vorderleute 16 Minuten lang vor weiteren Gegentreffern. Vielmehr musste sein Gegenüber Carsten Solbach, der einen sicheren Eindruck hinterließ, nochmal hinter sich greifen. Das letzte Tor des Spiels blieb, wie zwei Tage vorher gegen Kaufbeuren, Thomas Maier vergönnt. Nur mit dem Unterschied, dass der Treffer zum 2:5 (59.) für den ECP einzig Kosmetik war und keine Bedeutung mehr hatte, während er gegen den ESVK zum Matchwinner der Partie wurde.
"Wir haben heute endlich etwas erreicht", atmete Ratingens Trainer Janus Wilczek, der Anatoli Antipov an der Bande ablöste, nach einer langen Durststrecke auf. "Unsere Defensive war deutlich besser als noch vor zwei Wochen", erkannte er. "Die Spieler waren kämpferisch stark und motiviert. Wir haben heute den ersten Schritt gemacht". Dass die Playoffs noch erreichbar sind, glaubt er allerdings nicht. "Deshalb wollen wir alle Kräfte sammeln, um den Klasenerhalt zu schaffen". Damit sprach er wohl auch für seinen Kollegen vom EC Peiting.
Quelle Merkur Online
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