Personalentscheidungen bei den Roten Teufeln
Eckmair im Probetraining
Wie bereits am Montag in einem Statement von RT-Geschäftsführerin Simone Grünewald angekündigt, haben die Roten Teufel am heutigen Mittwoch erste Personalentscheidungen nach dem sportlich unerfreulichen Auftakt in die Eishockey-Oberligasaison mit lediglich fünf Punkten aus acht Spielen getroffen. In einem gemeinsamen Gespräch zwischen Trainer, Geschäftführung und Mannschaft wurden folgende Entscheidungen gefällt: ab sofort nicht mehr zum Oberliga-Team gehören die Spieler Alexander und David Müller, Marcel Patejdl, Daniel Sonnack, Stanislav Beran sowie Matthias Simon.
"Diese Spieler bringen uns in dieser Situation sportlich nicht weiter", begründete RT-Coach Thomas Barczikowski diese Maßnahme. "Für die jungen Spieler kommt die dritte Liga einfach zu früh, für die ehemaligen Regionalliga-Akteure ist sie hingegen zu anspruchsvoll. Ich empfehle den Jungs, sich der 1b-Mannschaft von Michael Eckert anzuschließen, so dass sich besonders die ehemaligen Juniorenspieler für spätere, höhere Aufgaben dort empfehlen können. Eins möchte ich aber betonen: die genannten Spieler haben sich immer hoch professionell verhalten, haben bei jedem Training und bei jedem Spiel mitgezogen, wofür ich ihnen sehr danken möchte", so Barczikowski weiter. "Sie haben ihre Chance in den bisherigen Partien bekommen, konnten diese aber einfach nicht nutzen. Nun geht es für uns vorrangig um das Bad Nauheimer Eishockey, denn wir wollen unbedingt die Oberliga halten. Das Konzept mit einer fast reinen Bad Nauheimer Mannschaft kam demnach einfach zu früh", führt Simone Grünewald an. "Wir haben bereits seit einiger Zeit Handlungsbedarf gesehen, aber wir wollten den Spielern die Gelegenheit bieten, sich dem Niveau der Liga anzupassen. Dies ist aber nicht geschehen, so dass wir den Spielern keinen Gefallen tun, wenn sie weiter in der Mannschaft sind, aber so gut wie keine Einsätze bekommen. Dies war aber erst die erste Welle", deutet die Geschäftsführerin weitere Entscheidungen an. "Wir werden besonders die so genannten Leistungsträger in den nächsten Spielen beobachten, und wenn da keine Steigerung zu sehen ist, werden wir weiter handeln", kündigt Barczikowski an. Somit ist jedoch klar, dass neue Spieler geholt werden müssen. Als erster Schritt wurde der frühere Teufel Peppi Eckmair ins Probetraining eingeladen, wo er am Dienstagabend zum ersten Mal mit der Mannschaft auf dem Eis stand. Der letztjährige Münchener stieg mit dem EHC in die zweite Liga auf, kennt somit die Oberliga bestens und markierte in der abgelaufenen Spielzeit in 36 Spielen acht Tore und 14 Assists bei 122 Strafminuten. "Peppi würde von der Mentalität her gut ins Team passen, ich werde ihn diese Woche aber erstmal im Training beobachten und dann entscheiden", erklärt Thomas Barczikowski. Ein Einsatz des zurzeit vertragslosen 28-jährigen Stürmers am Wochenende ist somit nicht geplant, so dass die Mannschaft mit der reduzierten Spieleranzahl ins Rennen bei den Partien Freitag in Rosenheim und Sonntag zuhause gegen Landsberg gehen wird. "Da müssen die Spieler jetzt durch, aber bereits zuletzt haben sie im Grunde genommen nicht anders gespielt, so dass das kein Problem sein sollte", erklärt Barczikowski weiter. Somit darf man gespannt sein, ob aufgrund dieser Entscheidungen ein Ruck durch die Mannschaft gehen wird, und ob vor allem eine Leistungssteigerung zu spüren sein wird.
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