Rote Teufel erkämpfen zwei Punkte in Miesbach
Matchstrafe für Sascha Mader
Mit 4:3 n.P. (2:1, 1:2, 0:0, 1:0) gewannen heute Abend die Roten Teufel ihr Auswärtsspiel beim TEV Miesbach. Von Beginn des Spiels an traten die Gäste ganz anders auf als noch am Freitag bei der Heimniederlage gegen Berlin, denn es war viel mehr Kampf und Siegeswillen im Team der Hessen zu spüren.
Folgerichtig auch der Doppelschlag durch Pietiläinen und Stacey in der 8. bzw. 9.Spielminute, die die Gäste auf 2:0 in Front brachten. Mit zunehmender Spieldauer kamen aber auch die Hausherren besser ins Match und zum Anschluss durch Ori noch vor der ersten Pause. Im zweiten Drittel war es zunächst ein Abwarten beider Seiten, was der Gegner angesichts dieses Spielstandes unternehmen wird. Viele Chancen erspielten sich beide Teams nicht, dennoch traf erneut Miesbachs Ori zum 2:2-Ausgleich nach 27 Spielminuten. Die Hessen zeigten sich allerdings nicht geschockt, sondern erhöhten wieder leicht die Schlagzahl und legten durch ein tolles Solo von Kainulainen auf 3:2 vor (32.Min). Noch vor der zweiten Pause erhitzten sich allmählich die Gemüter, und nach einem Stockcheck von RT-Kapitän Michel musste dieser mit einer Spieldauer vorzeitig zum Duschen, während sein Kontrahent mit 2+2 Minuten davon kam. In dieser Situation war es Miesbachs Nagle, der zum erneuten Ausgleich für seine Farben traf. Mit nun mehr vier Verteidigern agierend kämpften die Roten Teufel im letzten Abschnitt, und man merkte ihnen deutlich an, dass sie etwas Zählbares mit nach Hause nehmen wollten. Das Match blieb aber hart, und nach einer Attacke von Miesbachs Kinateder an Kainlainen musste der Verteidiger der Bayern ebenfalls vorzeitig zum Duschen. Bitter hingegen der anschließende Ausfall von Nauheims Sascha Mader, der nach einer Schlägerei mit einer Matchstrafe belegt wurde und somit zumindest das nächste Wochenende fehlen dürfte. Dennoch zeigten seine Mitspieler Moral und überstanden sogar eine 5 gegen 3-Unterzahl, nachdem es doch recht hitzig im Miesbacher Eisstadion zuging. Die Verlängerung brachte somit zumindest einen Zähler, und man war auch in der Overtime bemüht, den Siegtreffer zu markieren. Dieses gelang zwar nicht, im Penaltyschießen sollte es diesmal jedoch besser laufen. Alle Schützen trafen zunächst nicht, im fünften Anlauf war es dann Oliver Hackert, der Haider im Kasten der Gastgeber überwand. Den anschließenden letzten Penalty der Gastgeber geschossen von Kaminsky parierte der erneut sehr starke Ingo Schwarz, so dass die Teufel zwei hart erkämpfte Punkte mit nach Hause nehmen können. "Für die Moral ist dieser Sieg sehr wichtig", resümierte RT-Geschäftsführerin Simone Grünewald diesen Erfolg in Anbetracht der zuletzt aufkommenden Kritik am Team der Wetterauer. Am kommenden Freitag geht es nun zum EC Peiting, der heute überraschend den bisher ungeschlagenen Tabellenführer Landsberg besiegen konnte. Und ausgerechnet in diesem Spiel fehlen mit Mader und Michel zwei Stützen der Mannschaft. Aber man darf gespannt sein, wie der heutige Erfolg möglicherweise auch diese Ausfälle kompensieren kann.
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