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Selber Wölfe

Selber Wölfe enttäuscht über mangelnde Transparenz beim DEB

Oberligist fordert weiter Konsequenzen aus Schiedsrichter-Fehlentscheidung

Die Selber Wölfe zeigen sich in einer Pressemitteilung enttäuscht über die mangelnde Transparenz bei der Aufarbeitung des inzwischen zurückgezogenen Einspruchs gegen die Spielwertung der Partie in Deggendorf, bei der ein Tor der Wölfe nicht anerkannt wurde.
✎  Donnerstag, 26.02.2026, 10:54 Uhr


Der Verband war zum Fazit gekommen, "dass im Videobeweis den Schiedsrichtern der Torschuss der Spielzeit 13:35 aus technischen Gründen nicht gezeigt werden konnte".

Gegen diese Entscheidung legten die Selber Wölfe fristgerecht Widerspruch ein. Beim Widerspruch ging es den Wölfen ausdrücklich nicht primär um die Spielwertung oder um eine Neuansetzung der Partie, sondern vielmehr um eine transparente Aufarbeitung des Vorfalls im Sinne des Sports und der Zuschauer. Darüber hinaus sollten Maßnahmen abgeleitet werden, um solche Fehlentscheidungen künftig zu verhindern.

Mit Einreichung des Widerspruchs wurde ein Verfahren vor dem Spielgericht eingeleitet. Im Rahmen dessen wurde den Selber Wölfen am 11. Februar durch den Vorsitzenden, Herrn Hans-Jürgen Rutsatz, angeraten, ihren Antrag zurückzuziehen. Der Vorsitzende erklärte, dass vor Beginn der Playoffs ohnehin nicht mit einer Entscheidung zu rechnen sei. Zudem sei eine Veränderung der Tabellenkonstellation zugunsten der Selber Wölfe sehr unwahrscheinlich und es bestehe ein Kostenrisiko. Aufgrund dieser Argumentation entschieden sich die Verantwortlichen, den Antrag zurückzuziehen.

Bestärkt wurden die Porzellanstädter noch durch die Zusage, dass eine öffentliche Stellungnahme zu den Geschehnissen erfolgen sollte. Nach der Rücknahme des Antrags erhielten die Selber Wölfe zunächst keinerlei Rückmeldung mehr.

Vielmehr erfuhren die Verantwortlichen am späten Abend des 23. Februar aus der Presse, dass das Verfahren eingestellt worden sei. Erst auf schriftliche Nachfrage übermittelte der Ligenleiter des DEB, nicht das Sportgericht, kommentarlos einen auf den 24. Februar datierten offiziellen Beschluss des Sportgerichts.

Bei den Porzellanstädtern hat sich der Eindruck verfestigt, dass der Verband in diesem Fall den Mantel des Schweigens über vorhandene Missstände legen möchte. 

Die Selber Wölfe fordern den DEB auf, den Vorfall öffentlich und maximal transparent aufzuarbeiten. Der Verband muss nach Ansicht der Wölfe darüber hinaus seiner organisatorischen Verantwortung nachkommen und sicherstellen, dass

- an allen Oberliga-Standorten ein einheitlicher technischer Standard zum Videobeweis gewährleistet ist,

- die Schiedsrichter bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Rahmen des Videobeweises maximal (je nach örtlichen Gegebenheiten durch Blickschutzmaßnahmen bis hin zu einem separaten Raum) von äußerer Einflussnahme abgeschirmt werden,

- die Schiedsrichter regelmäßig im Umgang mit dem Videobeweis geschult werden.
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23.10.2026 21:17 Uhr

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