Vorstand arbeitet am Fortführungskonzept
Zukunft in Bad Nauheim bleibt noch ungewiss
Die Roten Teufel arbeiten derzeit zweigleisig an einem neuen Fortführungskonzept. Sowohl für die Regionalliga als auch für die Oberliga werden Überlegungen angestrengt.
Innerhalb dieser Konzepterstellung werden die innerhalb dieser Saison gewonnen Kenntnisse einfließen. Aus heutiger Sicht muss man den Plan A (Regionalliga) den Vorzug geben. Die für die kommende Saison von der ESBG vorgesehene Regionalliga-Einteilung mit Nord-Ost Liga, der NRW; RLP und Hessen (Regionalliga West) sowie einer Süd-Regionalliga bzw. falls nicht anders machbar mit der Bayernliga, verspricht interessante Spiele in den Vorrunden als auch in den anschließenden Runden.
Die Regionalligen sind von der Kostenseite gegenüber der Oberliga geringer anzusetzen, jedoch werden auch hier nicht unerhebliche Kosten anfallen, insofern man nicht das Kanonenfutter der NRW-Vereine werden will. Die von der ESBG vorgegebene Richtung sieht die Integration eines Profiausländers innerhalb der Runde vor, so dass hier bereits nach einer entsprechenden Person Ausschau gehalten wird. Die weitere Besetzung sollte aus einer Mischung von erfahren Spielern die
eine entsprechende Führungsrolle übernehmen müssen und jüngeren Spielern bestehen. Die bereits nominierten Juniorenspieler aus dem eigenen Nachwuchs sollten hierbei in Verbindung mit jungen Nachwuchsspielern aus der DNL (hierbei gibt es bereits aussichtsreiche Bewerbungen) eine für die Zukunft wichtige Rolle spielen. Durch einen gesunden Altersmix muss es das Ziel sein, eine Mannschaft aufzubauen, die nicht nur für eine Saison zusammenspielt. Hieraus muss sich ein fester Kern bilden, der mit weiteren Ergänzungsspielern in den nachfolgenden Spielzeiten eine feste Einheit bildet, die sich mit dem, was heute aus der Bayernliga kommt, messen kann.
Mittelfristig gesehen muss es eine Aufbaufase geben, die aus heutiger Sicht drei Jahre dauern wird. Diese angesetzte Dauer sollte hierbei nicht falsch bewertet werden. Zum einen wachsen Spielerpersönlichkeiten nicht aus dem Boden, sie müssen in mühevoller Kleinarbeit hierzu aufgebaut werden und ihre Zugehörigkeit zu Bad Nauheim sichtbar machen. Ein weiterer und noch wichtigerer Punkt ist es, eine Struktur aufzubauen, die sich von denen der vergangenen Jahre abhebt. Rückblickend wurden in den letzten Jahren Fehler gemacht, die immer wieder zum Exidus führen mussten. Diese Fehler entstanden zum Teil durch Unwissenheit, Gutgläubigkeit und durch nicht einplanbare Fakten. Teilweise wurden die Fehler durch den Zufluss von viel Geld versucht auszumerzen, was aber mangels Struktur in Verbindung mit konstantem Fachwissen auch nicht half. Um diese Fehler nicht immer wieder auf's Neue zu begehen, bedarf es eines Führungsteams, das sich sein Wissen nicht durch sogenannte Fachleute erkauft, sondern im Bereich der Regionalliga erarbeitet und dies für die Zukunft nutzen kann.
Innerhalb dieser Aufbauphase müssen potente Sponsoren aufgebaut werden, die das Konzept über mehrere Jahre begleiten und nicht nur für eine Saison ihr Interesse bekunden. Hierzu werden logischerweise Gespräche mit den vorhandenen Sponsoren (von denen bereits einige Ihre Zusage für die nächste Saison machten) als auch mit neuen Sponsoren, deren Geschäftstätigkeit überregional ist, geführt. Hier haben sich bereits positive Ansatzpunkte ergeben.
Durch einen gesunden Mix - d.h. das Verhältnis Zuschauereinnahmen zu Sponsoreneinnahmen darf in keinem Fall größer als 1/3 zu 2/3 sein - lassen sich auch Schwankungen im Zuschauerbereich, ohne dass dies an der Substanz nagt, abfangen. Bei einer Planung und Durchführung innerhalb dieses Verhältnisses können die Einnahmen auf der Zuschauerseite nur größer werden.
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