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Nationalmannschaft 17.04.2010, 20:02

Deutschland gewinnt erneut gegen Norwegen

Skandinavier gegen engagierte Deutsche überfordert

Die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft erarbeitet sich Schritt für Schritt ihre WM-Form. Auch im zweiten Testspiel gegen Norwegen setzte sich das Team von Bundestrainer Uwe Krupp am Samstag durch. In Dresden gewannen die Deutschen vor 3.087 Zuschauern mit 8:2 (3:2 3:0 2:0).

Alle deutschen Akteure schienen noch einmal angestachelt von Krupps Ankündigung, bereits Anfang der Woche erste Spieler auszusieben und nach Hause zu schicken. Jeder drängte in den Mittelpunkt und auch auf dem Spielberichtsbogen tauchten fast alle auf. Zunächst allerdings begann das Spiel wie schon einen Tag zuvor in Crimmitschau zerfahren. Die DEB-Auswahl wirkte nervös und die Norweger taten nicht viel für das Spiel, tauchten aber dann und wann gefährlich vor dem Kasten von Patrick Ehelechner auf, der diesmal den Vorzug vor Dimitri Kotschnew erhalten hatte. Müller brachte Deutschland bereits in der 5. Minute 1:0 in Führung. Eigentlich war die Situation schon geklärt, doch nach einem Wolf-Schuss sprang der Puck unglücklich von der Bande weg und ermöglichte die deutsche Führung. Im direkten Gegenzug allerdings besorgte Hendriksen das 1:1, da hatte die komplette Hintermannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp geschlafen. Schlimmer noch: In der 9. Minute nutzten die "Wikinger" ein Powerplay und kamen durch Forsberg, der von der blauen Linie draufhielt, zum 1:2. Ehelechner traf keine Schuld, der hatte keine Sicht auf den Schuss. Die DEB-Equipe forcierte nun das Tempo. Begünstigt durch ein Powerplay gelang in der 12. Minute das 2:2. Constantin Braun hatte von der blauen Linie seinen hammerharten Schuss eingesetzt. Das 3:2 markierte ebenfalls Braun in der 19. Minute, als Deutschland zuvor gerade eine Strafe überstanden hatte.

Im Mittelabschnitt warteten die Gastgeber mit einem Blitztor auf: Barta vollendete in der 21. Minute einen schönen Alleingang zum 4:2. Norwegens Coach nahm danach seinen in der Tat nicht gerade überzeugenden Stammkeeper vom Eis. Das half aber auch nichts, im Gegenteil: Kreutzer netzte im Fallen mit der Rückhand in der 24. Minute zum 5:2 ein. Der wieselflinke Krefelder Patrick Hager reagierte in der 33. Minute am schnellsten, als die Norweger sich ein Missverständnis in der eigenen Zone erlaubten, und traf zum 6:2. Die Nordländer wirkten nun überfordert und ausgepumpt. Deutschland kontrollierte das Spiel.

Im letzten Drittel zeigten die Norweger kaum noch eine erkennbare Gegenwehr. Osterloh machte in der 48. Minute kaltschnäuzig im Stile eines Stürmers sogar das 7:2, war zuvor von Barta mit einem Traumpass bedient worden. Kink setzte mit dem 8:2 in der 58. Minute dem Spiel die Krone auf.

So kann es weitergehen in der Vorbereitung. Wobei auch gesagt werden muss, dass die Norweger weder am Freitag in Crimmitschau noch am Samstag in Dresden auf internationalem Niveau agiert haben.

Stimmen zum Spiel:

Norwegens Coach Roy Johansen: "Das war heute ein schlechtes Spiel meiner Mannschaft. Aber wir spielen Vorbereitung und konnten heute viel lernen."

Bundestrainer Uwe Krupp: "Das Ergebnis hat die Kräfteverhältnisse zwischen beiden Ländern sicherlich nicht wiedergegeben. Norwegen hatte heute natürlich nicht seinen besten Tag. Gestern war es härter gegen die Norweger zu spielen."
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