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Eisbären Berlin

Abend der Knipser

Eisbären schlagen Ingolstadt im Spiel der schönen Tore

Mit den Berliner Eisbären und den Ingolstädter Panthern trafen am Freitagabend vor 14.000 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften O2-World zwei der spielfreudigsten DEL-Teams aufeinander. Ingolstadt - nach schwachem Saisonstart zuletzt immer besser - setzte auch beim Meister Duftmarken. Doch am Ende behielten die Berliner kühlen Kopf und gewannen mit 6:5.

Gleich zu Beginn der Partie gab es jede Menge Offensivszenen. Nachdem zunächst vor allem die Gäste einige gute Möglichkeiten hatten, war das erste Tor den Eisbären vorbehalten. Alexander Weiß schoss es gekonnt im Fallen in der 9. Spielminute. Doch die Panther präsentierten sich den ganzen Abend konterstark. Im direkten Gegenzug verlud Hussey Berlins Keeper Zepp und klinkte zum 1:1 ein (10.). In der 16. Minute hatten die Hausherren eine Überzahlgelegenheit, als Kapitän Steve Walker hinter dem Tor lauerte und eine minimale Unaufmerksamkeit von ERCI-Keeper Pätzold ausnutzte - 2:1. Wieder antworteten die Schanzer im Gegenzug, diesmal über Walsh, der zum 2:2 abschließen konnte.

Nach der Pause übernahmen die Eisbären mehr und mehr die Initiative. In der 26. Minute war es wieder ein Powerplay, welches den Hauptstädtern zum Torerfolg verhalf. Und auch die Art und Weise des Treffers glich dem 2:1 von Walker. Diesmal kam Roach aus der Hinter-Tor-Position mit einer Art Bauerntrick zum Tor. Berlin setzte nun nach, ließ den schnellen Ausgleich nicht zu. In der 33. Minute hatten Ustorf und Baxmann großen Anteil am 4:2. Friesen musste nur noch ins leere Tor einschieben und brauchte dabei noch nicht mal mehr einen Schritt zu tun, wie immer stand der Ex-NHL-Star kräftesparend in Einschussposition bereit. Ingolstadt aber steckte nicht auf, kam durch Kavanagh in der 37. Minute zum 4:3-Anschlusstreffer. Zuvor hatten die Berliner eine Powerplay-Gelegenheit mal ungenutzt verstreichen lassen und just als die Panther wieder vollzählig waren, fuhr Kavanagh einen Konter präzise zu Ende.

Im letzten Drittel blieb es weiter spannend. André Rankel legte mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung das 5:3 vor, während Ingolstadt sich wieder auf den Backfight verließ. Waginger traf auch prompt in der 49. Minute zum 5:4. Allerdings war das noch immer ein Tor zu wenig für die Bayern, die am Ende also mit der Brechstange zu Werke gehen mussten. Bei 6-gegen-5 spielte Roach seine ganze Routine aus und traf etwa von der Mittellinie nach einem Ingolstädter Puckverlust zum 6:4 ins leere ERCI-Gehäuse. Girards 6:5 nur sechs Sekunden vor der Sirene kam zu spät.
Stand: 27.11.2009, 21:47 Uhr
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