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Krefeld Pinguine 02.09.2006, 13:11

Auf einem guten Weg: Krefelds Neuzugänge im Test

Viele konnten schon überzeugen - DiLauro braucht noch Zeit

Krefelds neu formierter Kader befindet sich wie die anderen DEL-Teams in der heißen Phase der Vorbereitung - am kommenden Wochenende beginnt in der deutschen Eliteliga schließlich wieder "der Ernst des Lebens". Wie sind die Krefelder Neuzugänge in Form? Wer hat noch Nachholebedarf? Eine Bestandsaufnahme.

Nach dem Abgang von Meistertorhüter Robert Müller gen Mannheim galt es, die "Nr. 1"-Position im Tor der Pinguine neu zu besetzen. Die Wahl fiel hierbei für die meisten Beobachter wohl überraschend auf das 38-jährige Torhüter-Urgestein Reto Pavoni von Servette Genf. Gewiss, 200 A-Länderspiele für die Schweiz, vier Schweizer Meistertitel und eine immense Erfahrung aus über 20 Profijahren zeichnen Pavoni aus, in der Schweiz verehrt man ihn als einen der ganz Großen seines Sports. Doch diese Erfolge liegen bereits einige Jahre zurück. Der Pavoni der vergangenen Saison gehörte rein statistisch betrachtet zum unteren Drittel der NLA-Torhüter und fiel durch Inkonstanz auf. Beim Blick auf seine mäßigen Statistiken aus 2005/06 muss jedoch auch beachtet werden, dass sein Klub Servette Genf sich in der unteren Tabellenregion der NLA bewegte.

Auch die bisherige Saisonvorbereitung erwies sich in Bezug auf Pavonis wahres Leistungsvermögen wenig aufschlussreich. Wusste er in den Spielen in Iserlohn und gegen Togliatti noch zu überzeugen, wirkte er gegen Moskau und in Frankfurt wiederum unsicher. Da in der Saisonvorbereitung jedoch bekanntlich häufig eine deutlich offensive Spielweise gepflegt wird, welche nicht selten zu unnatürlich hohen Resultaten führt, bietet sie Torhütern für gewöhnlich nur wenig Raum ihr eigentliches Können unter Beweis zu stellen. Das wahre Leistungsvermögen des Schweizers wird demnach erst nach einigen Spielen in der Vorrunde adäquat einzuschätzen sein. Sicher ist hingegen bereits jetzt, dass der Eidgenosse einen äußerst unkonventionellen Stil zwischen den Pfosten pflegt, an den sich die Fans der Pinguine erst noch gewöhnen werden müssen. Bei allem Verdruss über den Abgang von Identifikationsfigur Robert Müller sollte seine insgesamt enttäuschende Saison 2005/06 für Pavoni nicht allzu schwer zu überbieten sein.

Als größte Verstärkung für die Defensivabteilung der Niederrheiner darf wohl getrost der 33-Jährige Dusan Milo angesehen werden, welcher aus dem slowakischen Nitra zu den Pinguinen stieß. Der nur 1,76m große Verteidiger konnte in der vergangenen Saison mit überragenden Leistungen in der slowakischen Extraliga aufwarten und krönte seine erfolgreiche Saison mit beeindruckenden Vorstellungen für das Nationalteam der Slowakei bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Lettland. Gottlob hatte sich der sportliche Leiter der Pinguine, Franz Fritzmeier bereits frühzeitig mit ihm auf einen Zwei-Jahresvertrag einigen können. Nach der Weltmeisterschaft wäre Milo für die Pinguine vermutlich nicht zu finanzieren gewesen.

Bereits in der Vorbereitung lieferte der Weltmeister von 2002 dem Krefelder Anhang einige beeindruckende Kostproben seines Könnens ab. Milo ist ein schneller, äußerst wendiger Skater, verfügt über hoch entwickelte Qualitäten an der Scheibe sowie über einen satten Schlagschuss. Insbesondere im Überzahlspiel wird er eine Schlüsselrolle einnehmen.

Sasa Martinovic (21) spielte in den vergangenen beiden Saisons für die Hamburg Freezers. In seinem ersten Jahr für die Hansestädter wusste der Füssener zu überzeugen, gehörte zu den Top-Rookies der DEL Saison 2004/05 und kam gar zu einigen Einsätzen in der Nationalmannschaft. In der abgelaufenen Saison plagte er sich lange Zeit mit Verletzungen herum, fand nie richtig zu seinem Spiel.

Nach den bisherigen Eindrücken aus der Saisonvorbereitung erwies sich Martinovic als läuferisch- und zweikampfstarker Spieler mit einer guten Spielübersicht. Sein größtes Plus dürfte seine Flexibilität sein, da er sowohl als Verteidiger als auch als Außenstürmer auflaufen kann. Sobald Daniel Kunce wieder an Bord sein wird, könnte Martinovic demnach in der vierten Sturmreihe zum Einsatz kommen. Mit der Verpflichtung des Deutsch-Kroaten könnte den Pinguinen ein wahrer Glücksgriff gelungen sein.

US-Amerikaner Ray DiLauro kam von den Cleveland Barons (AHL) zu den Pinguinen. In seiner bisherigen Profikarriere kam der Mann aus Bensalem, Pennsylvania überwiegend in der niederklassigen ECHL zum Einsatz, wo er in 2004/05 zum wertvollsten Verteidiger der gesamten Liga gewählt wurde. Erst eine komplette Saison in der AHL steht für ihn zu Buche. Der Linksschütze kam auch auf den Rat Christian Ehrhoffs nach Krefeld, welcher gemeinsam mit DiLauro ein Trainingcamp der San Jose Sharks absolvierte und ihn als "solide" in Erinnerung behalten hat.

In den Testspielen zeigte sich, dass DiLauro noch einige Zeit zur Eingewöhnung auf der europäischen Eisfläche benötigen könnte. Er wirkte noch zu träge, sammelte auffällig viele Strafen. Des Weiteren gilt es für den robusten Verteidiger zunächst den Trainingsrückstand gegenüber seinen Mannschaftskameraden aufzuholen.

Neu bei den Pinguinen ist ebenfalls der tschechische Mittelstürmer Jan Alinc, der in der Vorsaison kurz vor Ablauf des Transferschlusses von Karlsbad zu den Kölner Haien gewechselt war. Dort spielte er eine gute Rolle in der dritten Reihe, fiel insbesondere als sicherer Penaltyschütze auf. Die Haie hätten den technisch und läuferisch versierten Angreifer gerüchteweise gerne in der Domstadt gehalten, allerdings nur zum Gehalt eines dritte Reihe Stürmers. Schließlich unterschrieb Alinc in der Seidenstadt, wo er als Ersatz für Chris Herperger eingeplant ist.

Durch seine spektakuläre Spielweise verstand es der 34-Jährige das Krefelder Publikum in den Testspielen an die Sitze zu fesseln. Der ehemalige tschechische Nationalspieler besitzt "magische" Hände und überdurchschnittliche läuferische Fähigkeiten. Lediglich seine Chancenverwertung erschien verbesserungswürdig. Es bleibt schwer einzuschätzen, welche Punkteausbeute der Draftpick der Pittsburgh Penguins aus dem Jahre 1992 über eine komplette DEL-Saison für sich verbuchen können wird.
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