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WM 2026: 3. Spieltag
Aktualisiert am 17.05.2026 um 23:50 Uhr

Zweite Niederlage für Deutschland - Norwegen feiert ersten Erfolg

Schweden und USA mit Kantersiegen - Österreich bleibt makellos

Toms Andersons von Team Lettland und Frederik Tiffels von Team Deutschland.
Toms Andersons von Team Lettland und Frederik Tiffels von Team Deutschland. Foto: City-Press.
Am dritten Spieltag der Eishockey-Weltmeisterschaft setzten die Favoriten deutliche Ausrufezeichen: Schweden und die USA feierten klare Siege, während Österreich seine weiße Weste behielt. Deutschland wartet nach der Niederlage gegen Lettland weiter auf den ersten Punktgewinn.

Norwegen gelang mit einem überzeugenden Auftritt gegen Slowenien der erste Erfolg im Turnier.

Deutschland - Lettland 0:2

Die deutsche Nationalmannschaft kassierte im zweiten Spiel die zweite Niederlage und bleibt weiterhin punktlos. In der Swiss Life Arena brachte Martins Dzierkals Lettland kurz vor der ersten Pause in Führung, Rudolfs Balcers erhöhte im Powerplay im Mitteldrittel. Trotz 25 Schüssen vor 6.633 Zuschauern gelang dem DEB-Team kein eigener Treffer - Lettland feierte einen wichtigen Sieg im Kampf um die K.o.-Runde.

Großbritannien - USA 1:5

Im MIttagsspiel zeigten die USA vor 6.456 Zuschauern ihre Offensivqualitäten und siegten deutlich gegen Gastgeber Großbritannien. Paul Cotter brachte die US-Boys im ersten Drittel in Führung, ehe Nathanael Halbert im Powerplay für die Briten ausglich. Danach übernahmen die Amerikaner das Kommando: Isaac Howard traf doppelt, Mathieu Olivier und Declan Carlile sorgten mit ihren Treffern für die Entscheidung. Howard setzte mit seinem zweiten Tor im Überzahlspiel den Schlusspunkt; Cotter und Olivier sammelten jeweils mehrere Scorerpunkte.

Österreich - Ungarn 4:2

Österreich bleibt nach dem 4:2-Erfolg gegen Ungarn in der Gruppe A weiterhin ohne Punktverlust. Vor 7.668 Zuschauern in Zürich traf Vinzenz Rohrer früh in Überzahl, Ungarn glich durch Istvan Sofron, ebenfalls im Powerplay, aus. Im Schlussdrittel sorgten Dominic Zwerger und Thimo Nickl mit einem Doppelschlag binnen 44 Sekunden für die Vorentscheidung, Nickl war mit zwei Treffern der Matchwinner.

Italien - Slowakei 1:4

Auch im zweiten Spiel blieb Italien vor 3.881 Zuschauernin Fribourg ohne Erfolgserlebnis. Die Slowakei ging durch Marek Hrivik in Führung und baute den Vorsprung kontinuierlich aus, Oliver Okuliar sorgte im Powerplay für den Schlusspunkt. Gabriel Nitz erzielte den Ehrentreffer für die Gastgeber, doch die Slowaken festigten mit dem Sieg ihre Position in der Spitzengruppe.

Dänemark - Schweden 2:6

Schweden rehabilitierte sich nach der Auftaktniederlage mit einem überzeugenden 6:2 gegen Dänemark. 5.095 Zuschauer sahen einen dominanten Auftritt der Tre Kronor, bei denen Lucas Raymond mit einem Tor und zwei Assists herausragte. Die Dänen konnten im Powerplay durch Joachim Blichfeld und Mikkel Aagaard verkürzen, doch Linus Karlsson setzte mit dem sechsten Treffer den Schlusspunkt für die Schweden.

Norwegen - Slowenien 4:0

Norwegen beendete seine Negativserie mit einem klaren 4:0-Erfolg gegen Slowenien vor 3.103 Zuschauern. Jacob Berglund avancierte mit drei Treffern, darunter einem Powerplay-Tor, zum Mann des Abends. Sander Dilling Hurrod eröffnete den Torreigen im ersten Drittel, während die Slowenen offensiv zu harmlos blieben und weiterhin auf den ersten Sieg warten.

Stimmen zum Spiel Deutschland - Lettland

Bundestrainer Harold Kreis: "Unsere Mannschaft hat auch heute sehr engagiert gespielt. Es gibt heute verschiedene Dinge, an denen wir für die nächsten Spiele arbeiten müssen. Die Letten haben mit einer sehr guten defensiven Struktur agiert, das war wie erwartet. Wir haben es dem lettischen Torhüter insgesamt heute zu einfach gemacht, weil wir ihm bei unseren Schüssen nicht die Sicht genommen haben. Da müssen wir für mehr Verkehr sorgen und einen direkteren Weg zum Tor suchen. Das müssen wir in den kommenden Spielen besser umsetzen."
 
Kapitän und Verteidiger Moritz Seider: "Wir haben heute verloren, weil wir keinen Verkehr vor dem gegnerischen Tor hatten. Wir haben uns zwar viele Spielanteile und gefährliche Chancen rausgespielt, aber ohne Verkehr vor dem Gehäuse macht man es dem Torhüter leicht. Morgen haben wir eine Chance, gegen ein Top-Team in einer großartigen Atmosphäre Wiedergutmachung zu betreiben - für uns selbst und für unser Selbstbewusstsein. Es war heute auch genug Gutes dabei."
 
Stürmer Lukas Reichel: "Die Letten haben heute geschickt gekontert und dann die Tore geschossen, als es darauf ankam. Und wir haben trotz vieler Chancen einfach kein Tor gemacht. Am Ende hat uns der eine Treffer gefehlt, um wieder richtig ins Spiel zu kommen und dann nachzulegen. Der Glaube an uns ist weiter da, vor allem auch, weil unser Einsatz und Wille stimmen."
Stand: 17.05.2026, aktualisiert um 23:50 Uhr
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Gast
04.07.2026 22:39 Uhr

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Kommentare (7)
18.05.2026, 21:54 Uhr
sendlinger
Ich sehs wie Moe. Trainer hätte nach Olympia ausgetauscht werden müssen. Ich seh kein Konzept. Und was mich stört dass man so Spieler wie Bokk oder Karachun zu Hause lässt. Spielten ne Top Saison. 
Bewerten:2 

18.05.2026, 19:57 Uhr
Flocki
Ich halte es ebenfalls wie Sir Toby.
Die Niederlage ist zwar vermeidbar gewesen, aber es war gestern nicht alles schlecht von den unseren.
Auch ich sehe das so, dass Deutschland kämpferisch, Mann gegen Mann hätte mehr machen können.
Lettlands Defensive, inclusive Torwart hat letztendlich...
Weiterlesen Bewerten:5 

18.05.2026, 09:58 Uhr
Suseberlin
Sir Toby, vielen Dank, es ist erfrischend zu sehen, dass sich jemand inhaltlich mit dem auseinandersetzt, was wir gestern bewundern durften und keine insights aus dem Kern der Mannschaft und des DEB zur Schau stellt.
Warum bei einem erfolglosen Spiel gleich ganz Deutschland untergeht, habe ich n...
Weiterlesen Bewerten:5 

18.05.2026, 09:14 Uhr
Moe
Vermutlich wird durch die Entscheidungen rund um Olympia einiges im Team kaputt gegangen sein. Man hätte vor der WM besser den Trainer gewechselt und hätte dadurch vermutlich auch ein paar mehr Zusagen von Spielern gehabt, die nach Olympia darauf wohl keine Lust mehr haben.
Bewerten:7 

18.05.2026, 07:47 Uhr
Sir Toby
So negativ würde ich es nicht sehen. Doch zeigt das Schicksal ganz klar auf, dass dieser Ansatz, alles spielerisch lösen zu wollen, für den Eishockeystandort Deutschland kein ausschließlich Guter ist.
Mal ehrlich: gestern hat Vieles gestimmt. Das Team hatte nur niemanden vor dem gegnerischen Goa...
Weiterlesen Bewerten:5 

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