Düsseldorf gewinnt ersten Play-Off-Fight 3:2
Johnson entscheidet in der Verlängerung
Ausgerechnet Craig Johnson wird Hamburgs Coach Mike Schmidt gedacht haben. Erst erzielte der Ex-Hamburger den 2:2 Ausgleich, dann war er der entscheidende Mann in der Verlängerung.
Die viel zu wenigen Zuschauer, 5.845 waren es am Ende, an der Brehmstraße sahen einen tollen Play-Off-Fight zwischen Düsseldorf und Hamburg. "Welch ein Spiel, welch ein Sieg" befand auch Düsseldorfs Coach Don Jackson. Es wurde ein Spiel, wie man es in den Play-Offs gerne wieder sehen möchte. Schnell, hart, spannend und viel Emotionen. Die Anfangsphase gehörte klar der DEG. Hamburg kam kaum aus der eigenen Zone, Cechmanek musste von Beginn an hellwach sein. Gegen den Schuss von Kathan direkt unter die Latte war er in der 6.Minute machtlos. Nach diesem 1:0 befreite sich Hamburg etwas, hatte erste Chancen. Im doppelten Powerplay dann auch der Ausgleich für die Gäste. Benoit Gratton zum 1:1 in der 19.Minute.
Aufregung gleich zu Beginn des Mitteldrittels. Beaucage foulte Reirden hart, der blieb liegen und musste behandelt werden. Schiedsrichter Piechaczek gab nur 2 Strafminuten, zu wenig, wie sich später noch darstellen sollte, 2+2 hätten es mindestens sein müssen. Die Zuschauer waren aufgebracht, Piechaczek in der Folgezeit unsicher, wirkte überfordert. Es wurde ein Drittel für die Zuschauer, viele Torszenen, viel Körperspiel, viel Aufregung, auf dem Eis und auf den Rängen. Shane Peacock brachte die Freezers mit einem satten Schuss 2:1 in Führung, 31.Minute in Überzahl. Nur gut 120 Sekunden später aber der Ausgleich, ebenfalls in Überzahl. Craig Johnson fälschte unhaltbar für Cechmanek ab. Weiteren Toren standen die Torleute Trefilov und Cechmanek im Weg.
So verlief auch das letzte Drittel. Viele Chancen, keine Tore, da die Goalies bestens aufgelegt waren. Aufregung dann 4 Minuten vor dem Ende. Pellegrims krachte mit Gratton in die Bande, der blieb liegen, musste behandelt werden. Piechaczek schickte Pellegrims richtiger Weise zum duschen. Die Zuschauer hatten natürlich noch das Foul an Reirden im Kopf, dort gab es aber eben nur 2 Minuten. Die DEG überstand die heiße Schlußphase, hatte sogar durch Tory die direkte Siegchance, doch Cechmanek parierte weltklasse mit der Fanghand. Es ging in die Verlängerung.
Beiden Teams boten sich direkt riesige Chancen, es war pure Spannung. In der 4.Minute der Verlängerung machten die Hanseaten den ersten Fehler, die DEG konnte einen blitzsauberen Konter fahren. Über Reirden und Schneider lief die Scheibe auf Johnson, der ließ Cechmanek keine Chance und die DEG ging mit 1:0 in dieser Serie in Führung. Auf der DEG-Bank gab es kein halten mehr, Johnson fand sich ganz unten in der Spielertraube wieder. Der Erste von 7 möglichen Play-Off-Fights war beendet. Die Fans dürfen sich auf eine ganz enge Serie gefasst machen.
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