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Eisbären Berlin 14.04.2009, 11:04

Eisbären gewarnt nach Düsseldorf

Konzentrierte Sachlichkeit trotz Matchball

Das deutliche 5:1 der Berliner Eisbären im dritten Finale am Ostermontag hat nachhaltig Eindruck hinterlassen. Auch wenn das Ergebnis nach Ansicht von Bären-Coach Don Jackson etwas zu hoch ausgefallen ist, war doch eines deutlich zu erkennen: In der O2-World für die DEG nichts auszurichten gegen die Eisbären.

Dabei waren es eigentlich nur jene vehängnisvolle zehn Minuten im Mittelabschnitt, in denen die Hausherren die Ernte einfuhren und den Gegner unschädlich machten. Die Kommentare aus der Düsseldorfer Kabine klangen nach dem Spiel teilweise schon ein bisschen hilflos, doch gerade auf Seiten der Eisbären versucht man, die aufkommende Euphorie schon im Keim zu ersticken.

Fas mantra-artig erinnerte der Berliner Trainerstab nach der Partie daran, dass Düsseldorf immer nach bitteren Niederlagen in den Play-Offs zurückgekommen sei. Außerdem stehe nun ein Auswärtsspiel an und da sind die Vorzeichen naturgemäß wieder anders. Cheftrainer Don Jackson forderte deshalb auch dazu auf, den "Schwung des Sieges auswärts mitzunehmen". Nun war es im ersten Auswärtsspiel bei der DEG am Samstag ja keineswegs so, dass die Eisbären zu passiv agiert hätten. Aber im Gegensatz zum Montag stand das DEG-Abwehrbollwerk inklusive Keeper Jamie Stor über die ganze Spielzeit sicher. Und vorn trafen die konterstarken Stürmer der Metro Stars zum richtigen Zeitpunkt ins Schwarze. Das und wohl nur das kann die Chance der Rheinländer sein, ein Entscheidungsspiel am Freitag in Berlin zu erzwingen. Darauf zu hoffen, dass sich die Berliner Strafzeiten erlauben und Düsseldorf im Powerplay zuschlagen kann, wäre wohl zu naiv.

Aber trotzdem: Der Titelverteidiger hat noch immer größten Respekt vor seinem Gegner. Die Berliner Spieler wollen von der bevorstehenden Entscheidung zugunsten ihres Teams noch nichts wissen. Diese Weltanschauung passt hervorragend zum wichtigsten Mann des dritten Finales: Brandon Smith.

Der Verteidiger, am Montag Torschütze und Vorlagengeber, hat eine schwierige Saison bei den Berlinern verlebt. Der abseits des Eises stets etwas schüchtern, ja schuljungenhaft daherkommende Kanadier indianischer Abstammung war lange wegen einer Schulterverletzung zum Zuschauen verdammt. Rechtzeitig zu den Play-Offs kam der eher defensiv orientierte 36-Jährige wieder in Form und trifft ausgerechnet in den wichtigsten Spielen der Saison mit ungekannter Kaltschnäuzigkeit. Trotzdem ist der bescheidene Smith schon wieder damit beschäftigt, gegenüber Journalisten vor dem Gegner Düsseldorf zu warnen.
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