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Iserlohn Roosters

Jamie Bartman - Headcoach für fünf Tage

Interview mit Iserlohns Interimstrainer

Jamie Bartman.
Jamie Bartman.
Foto: City-Press.
Nach einem missglückten Start in dieses Eishockeyjahr bekam der lange Jahre erfolgreich coachende Finne Jari Pasanen seine Papiere und sein Co Jamie Bartman sprang ein, mit dem Wissen, dass es nur ein Intermezzo ist, da Rob Daum als neuer Trainer schon im Anflug war. Nach seiner sehr erfolgreichen Headcoach-Woche stellte er sich Ivo Jaschick von EISHOCKEY.INFO zu einem kurzen Gespräch.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem fünf Punkte Wochenende – was haben Sie geändert?

Nicht viel – wir haben nicht wirklich viel neu gemacht! Einfach Forechecking und intelligentes Spiel. Wir haben versucht ein intelligentes Spiel aufzuziehen, so clever sein, wann wir forechecken und wann nicht! Wir wollten auch disziplinierter zu Werke gehen – Überzahlspiel haben wir ein bisschen geändert, aber sonst nichts! Wir wollten Gas geben, wollten druckvoller agieren und den Gegner unter Druck setzen. Das war auch heute wieder ein Vorteil, aber leider haben wir in den ersten 40 Minuten zu wenig Kapital daraus geschlagen – meiner Meinung nach hätten wir statt der zwei erzielten Treffer mindestens vier schießen können! Wir haben halt im Augenblick Probleme, Tore zu schießen! Heute war es auch deutlich zu erkennen!

Also kann man sagen, dass Sie und Ihre Jungs heute eher einen Punkt verloren haben!

Ja klar, haben wir heute einen Punkt verloren! Wir waren schon 2:0 in Führung und nur noch acht Minuten zu spielen – dann muss man eigentlich die drei Punkte behalten! Aber wenigstens haben wir den zweiten noch bekommen – wobei das vielleicht auch ganz gut war, dass wir nach dem 3:2 Rückstand kurz vor Schluss uns dann wieder zurückgekämpft haben und dann noch den Siegtreffer in der Overtime erzielt zu haben. Das stärkt natürlich die Moral der Mannschaft und stärkt das Selbstvertrauen. Insofern war dieser Sieg unbezahlbar!

Jack Combs, als Torjäger geholt, hatte bisher eher Ladehemmung – und jetzt mit diesem Siegtreffer!

Jeder weiß, dass Combs ein sehr starker, sehr talentierter Stürmer ist. Er ist eigentlich sehr gut in diese Spielzeit gestartet. Er hat sich einige Chancen erarbeitet aber leider konnte er sie bisher nicht im gewünschten Maße verwerten. Es war bisher nicht der Jack Combs, den wir uns erhofft hatten. Nach der (Trainer-) Entscheidung letzte Woche haben wir uns zusammengesetzt, wie es weitergehen soll. Und heute war er direkt voll da, intensiver, lauffreudiger und wichtiger Torschütze – ein ganz wichtiger Mann für uns!

Ein super Spielwochenende für Sie und Ihre Roosters! Wie ist es jetzt für Sie, wieder ins zweite Glied zu rutschen?

Ich habe mich mental auf das, was diese Woche alles passiert ist, vorbereitet. Wie unser Vorstand entschieden hat, was für eine Richtung wir einschlagen. Von daher wusste ich schon am Dienstag Bescheid, wohin der Weg führt. Ich habe mich dann auf meine vier, fünf Tage als Headcoach vorbereitet und wusste gleichzeitig, dass mit Rob Daum ein sehr guter Coach das Kommando übernehmen wird. Das freut mich und meine Aufgabe wird jetzt erstmal sein, die Arbeitsweise von Rob zu adaptieren. Genauso wie ich das mit Jari (Pasanen) lange Jahre gemacht habe. Ich muss mich jetzt mit Robs Taktik und Arbeitsweise auseinandersetzen, um ihn so gut zu unterstützen wie ich kann!

Trotzdem, herzlichen Glückwunsch zu dem fast perfekten Wochenende mit fünf Zählern!
Stand: 16.10.2017, 21:45 Uhr
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