Wir haben den "Schock" gebraucht
Interview mit Kölns Sebastian Uvira
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Sebastian Uvira. Foto: City Press.
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Sebastian Uvira, schoss den wichtigen Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1. In den letzten drei Partien war es sein zweiter sehr wertvoller Treffer, erzielt mit einer ungeheueren Kaltschnäuzigkeit. Auch er äußerte sich nach diesem Sieg im Interview:
Was sind Ihre spontanen Äußerungen zu diesem Sieg?
Es war auf jeden Fall ein geiles Spiel heute! Auch die Stimmung war fantastisch – von beiden Seiten! Es hat richtig Spaß gemacht vor solchen Zuschauern zu spielen – sowohl Kölner, als auch Düsseldorfern! Es war erst mal wichtig, dass wir so ein Spiel gewonnen haben! Jetzt heißt es wirklich, alle müssen sich zusammenreißen, auf dieser Schiene weitermachen und Gas geben!
Einen Treffer haben Sie erzielt und dann fiel noch eine weitere Szene auf, in der Sie etwas erregter und aggressiver wirkten! KönnenSie dazu etwas sagen?
Ja! Es ist halt ein Derby und da zählt schon etwas Härte dazu! Ich hatte eine Check bekommen und da wollte ich zeigen, dass ich auch noch da bin, dass ich schon etwas Respekt verdiene. Ich glaube, den habe ich dann auch bekommen. Bei meinem Tor bin ich einfach froh, dass ich der Mannschaft bei diesem Sieg helfen konnte.
Was hat sich im Training geändert?
Mit dem neuen Coach kam auch viel Ruhe in die Mannschaft. Er versteht es, uns zu beruhigen, den Druck von unseren Schultern zu nehmen. „Jungs, alles gut hier! Wir haben alles unter Kontrolle, bleibt geduldig, wartet auf deren Fehler und nutzt sie aus!“ Das haben wir auch in den vergangenen drei Spielen gemacht – leider noch nicht gut genug! Aber wir sind auf dem richtigen Weg!
Merken Sie und die Mannschaft, wenn so ein Fanliebling, wie Peter Draisaitl es früher als Spieler in Köln war, Trainer wird oder geht dies an Ihnen eher so vorbei?
Er war damals schon ein sehr smarter Spieler, das hört man egal wen man fragt, und diese Cleverness bringt er auch ein. Wir können eigentlich nur davon profitieren, dass wir ihn jetzt hinter der Bande haben. Ich denke, dass wir alle diesen "Schock" gebraucht haben.
Was sagen Sie zu Ihrer Leistung? Die Tore sind zählbar, schon das zweite, sehr wichtige in drei Spielen!
Es ist schon sehr schön, dass ich wieder erfolgreich bin. Ich fühle mich zurzeit sehr gut und auch fit. Auch mental fühle ich mich bei Peter (Draisaitl) sehr wohl. Ich muss sagen, dass er mich mehr unterstützt und hoffe, dass ich noch erfolgreicher sein werde und meinem Team noch weiterhelfen kann.
Gilt diese größere Förderung nur Ihnen oder allen jungen Deutschen?
Mit Lucas (Dumont, 20) haben wir jetzt noch einen weiteren jungen dazubekommen, der meines Erachtens einen sehr guten Job macht – und der Coach schenkt ihm auch viel Vertrauen und gibt ihm Chancen, sich zu bewähren. Jetzt liegt es an ihm – er muss seine Chancen nutzen! Mal schauen, wie es für ihn und die anderen jungen deutschen Spieler jetzt weitergeht. Nico (Krämmer) und ich, müssen unseren Job machen und zusehen, dass wir ihn nicht enttäuschen!
Auch Ihnen: Vielen Dank!
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