EHC Wolfsburg gewinnt Nord-Duell gegen Bremerhaven
Mikes: "Für mich ist es wie ein Traum"
Zum vierten Mal in Folge musste das Penaltyschiessen die Entscheidung bei einem Heimspiel des EHC Wolfsburg bringen. Nach aufopferungsvollem Kampf und mit etwas Glück im Penaltyschiessen gewann der Mini-Kader der Grizzly Adams gegen den mit vier kompletten Reihen angetretenen REV Bremerhaven 2:1 n.P
. (1:1/0:0/0:0). Torjäger Jan Zurek traf während der regulären Spielzeit und verwandelte seinen Penalty souverän. Oliver Ciganovic sorgte schliesslich dafür, dass auch der Zusatzpunkt an den EHC ging.
Große Verletzungssorgen plagten EHC-Trainer Stefan Mikes vor dem Spiel. Nach den Ausfällen von Arpad Györi, Thorsten van Leyen, Boris Lingemann, Thomas Gaus, Christian Franz und Bernd Zimmer standen gerade einmal noch 16 Akteure auf dem Spielberichtsbogen. Doch Wolfsburgs Mini-Kader lieferte dem voll besetzten REV Bremerhaven einen tollen Kampf, es entwickelte sich eine schnelle und jederzeit spannende Partie im Eispalast. Bis zur 20. Spielminute mussten die Fans warten, ehe die ersten Tore fielen. Zunächst gelang Pinguins-Stürmer Dzikowski unter dem Jubel der zahlreich angereisten REV-Anhänger die Führung. Ganze 39 Sekunden später war dann Torjäger Jan Zurek zur Stelle, um noch vor der ersten Pause den wichtigen Ausgleich zu erzielen. In den beiden Folgedritteln wurde es immer dann gefährlich vor den Toren, wenn eine Mannschaft in Überzahl spielte. Doch sowohl Suvelo im REV-Tor wie auch Mastic vereitelten mit tollen Paraden weitere Treffer. Schier über sich hinauszuwachsen schien der Slowake im EHC-Tor in der 49. Minute, als er gleich fünf Nachschüsse nach einem Furchner-Break entschärfte. Nachdem in der Verlängerung wieder keine Tore fielen, wurde den Zuschauern erneut ein Penaltyschiessen geboten. Zurek und Streu hatten für beide Mannschaften getroffen, als es in die dramatische letzte Runde ging. Während Millar nur den Pfosten traf, versenkte Oliver Ciganovic seinen Penalty eiskalt und ließ den Grizzly-Anhang jubeln. EHC-Trainer Stefan Mikes auf der Pressekonferenz: "Wie damals in Bremerhaven haben wir heute gutes Eishockey gesehen. Ich bin stolz auf unsere Leistung, wir mussten immerhin auf sechs Verletzte verzichten. Das Spiel hat viel Kraft gekostet. Zwei Schlüsselszenen gab es heute: Einmal konnten wir eine schnelle Antwort auf das Gegentor geben und das andere Mal hat Marek gleich sechs Nachschüsse in der einen Szene im letzten Drittel gehalten. Vor dem Spiel war ich skeptisch, denn eigentlich können wir mit diesem Kader in der Spitze der Liga nicht mithalten. Wir haben mit viel Herz, Charakter und Wille gespielt, für mich ist es wie ein Traum."
EHC Wolfsburg
Mastic; Veber, Staltmayr, Martin, Wolf, Knobloch, Gschwill; Ciganovic, Melicherik, Vater, Goretzki, Welz, Hölscher, Zurek, Rusznyak
REV Bremerhaven
Suvelo; Holden, Travnicek, Hard, Ahrens, Witthohn, Freymark, Becker; Polaczek, Kasperczyk, Schönfeld, Schnobrich, Millar, Furchner, Luknowski, Tuomie, Stasiuk, Streu, Dzikowski, Kraft, Pysz
0:1 (20.) Ken Dzikowski (Mike Millar, Zdenek Travnicek)
1:1 (20.) Jan Zurek (Milos Melicherik, Oliver Ciganovic)
2:1 (65.) Oliver Ciganovic (Penalty)
Strafminuten: EHC Wolfsburg 14 - REV Bremerhaven 24
Schiedsrichter: Dahle (Berlin)
Zuschauer: 825
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