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Tölzer Löwen

Geschenke für Fans und Gäste

Tölzer Löwen unterliegen Bietigheim

Obwohl Weihnachten bereits eigentlich bereits vorbei war, mussten sich Fans und die Bietigheimer Gäste beim Gastspiel in Bad Tölz wie bei der Bescherung vorgekommen sein. Auf der Anfahrt ein Winterwetter wie im Bilderbuch, vor der Halle pro Dauerkartenfan eine Kiste Bier eines Sponsors und auf dem Eis dann Geschenke für die Steelers. Mit einem 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)-Erfolg kehrten die Gäste am Ende weniger als bessere, mehr als clevere Mannschaft in die Kabinen zurück.

Dreimal waren die Gastgeber mit ihren Gedanken zu lange in der Kabine geblieben, in der zweiten Minute jeden Drittels kamen die Steelers zu Toren und machten die Bemühungen der Tölzer um ein ausgeglichenes Ergebnis einfach und schnell zunichte. So brachte Terence Campbell nach 1:56 Min. die Gäste mit 1:0 in Führung, aus dem vielumjubelten Ausgleich durch Duane Harmer (13. Minute) machte Jochen Molling nach 21:02 die erneute Gästeführung. Knapp drei Minuten später schaffte Michael Baindl nochmals den Ausgleich. Doch der dritten Gästeführung durch Nick Smith, der am Ende seiner Strafzeit im Rücken der Tölzer Verteidiger den Puck erhielt und alleine aufs Tor von Cavallin laufen konnte, nach 41:59 hatten die Löwen dann keinen zählbaren Erfolg mehr entgegenzusetzen. Eric Schneider sorgte nach 52:14 dann für die endgültige Entscheidung.

"Es war ein enges Spiel und für uns sehr schwer, die drei Punkte mitzunehmen" war Bietigheims Trainer Uli Liebsch am Ende über den Erfolg froh. "Wir hatten eine gute Torhüterleistung und auch das nötige Glück gehabt". Die Einschätzung, dass die Tölzer "im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr gut gespielt habe" rief bei Tölz-Coach Axel Kammerer dann aber Widerspruch hervor:"Wir waren heute zwei Drittel lang die bessere Mannschaft". Indirekt gab er seinem Kollegen und Freund Liebsch dann aber doch Recht, als er eingestand: "Nach dem 2:3 haben wir den Unterschied zwischen einer absoluten Spitzenmannschaft und uns gesehen".

Das Jahr endet für die Tölzer am Freitag mit dem wohl wichtigsten Spiel in der Liga, dem Derby gegen den EHC München. Beide Teams wollen ihrem Anhang mit einem Sieg einen gelungenen Jahresausklang präsentieren. Im Olympiaeisstadion müssen die Löwen dafür vor allem ihre Großzügigkeit gegenüber dem Gegner ablegen und so eher den unhöflichen Gast abgeben. "Wir hätten heute den Sieg verdient gehabt, aber zuviele Geschenke verteilt", ein Satz, den Axel Kammerer sicher nicht auch am Freitag nach dem Spiel aussprechen will.
Stand: 29.12.2005, 01:16 Uhr
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