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Tölzer Löwen

Schwenningen nimmt die Hürde Bad Tölz

Keine Weihnachtsgeschenke für Tölzer Löwen

Keine Geschenke brachten die Schwenninger Wild Wings ins Tölzer Oberland. Mit einem 6:3 (4:1, 0:1, 2:1)-Erfolg traten die Schwarzwälder den Heimweg an. Den Sieg machten die Gäste dabei im ersten Drittel fest, führten nach vierzehn Minuten bereits mit 4:0. Dabei war es nicht nur die von Tölz-Coach Kammerer bemängelte fehlende Leidenschaft der Löwen, die zu diesem hohen Zwischenstand führte, sondern vor allem das hervorragende Überzahlspiel der Gäste. Zweimal Paul Dyke zum 2:0 und 3:0 sowie einmal Alexander Moger zum 4:0 erhöhten die Führung von Carsten Schulz jeweils im Powerplay.

"Nach vierzehn Minuten hatten wir das Spiel eigentlich schon verloren" so Kammerer, der dann aber wieder von der Moral seiner Truppe angetan war. Im Gegensatz zu Schwenningens Trainer Marcel Brei. Seine Mannschaft habe im ersten Drittel gut gespielt, das Spiel im Griff gehabt. Dann aber habe man sich provozieren und aus dem Konzept bringen lassen. Ab dem zweiten Drittel sei das Spiel dann für Schwenningen zur Zitterpartie geworden, bei der Alles hätte passieren können.

Durch eine "sehr, sehr ungeschickte" Strafe von Benjamin Hecker, die durch fließendes Blut beim gefoulten Robert Brezina eine 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe wurde, war die Hoffnung der Tölzer Ende des zweiten Drittels dann aber schnell wieder vorbei. Brezina selbst war es, der Anfang des Schlussdrittels eine weitere Hinausstellung der Tölzer und somit ein 5:3-Powerplay bestrafte. "Dann war die Luft raus" so Kammerer. Zwar konnte Jan Schinköthe mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag nochmals auf 3:5 verkürzen, doch fünf Minuten vor Spielende stellte Dustin Whitecotton den Endstand her.

Fröhliche Feiertage wird es für die Tölzer aber aus einem anderen Grund kaum werden: "Mir gehen die Spieler aus" gab Kammerer Alarm. Neben den verletzten und jetzt auch gesperrten Spielern werden den Tölzer ab Mittwoch auch Korbinian Holzer, Michael Endraß und Christoph Fischhaber fehlen, die mit der U-18-Nationalmannschaft ein Turnier in Kanada bestreiten. Und das, wo jetzt Spiele im 2-3 Tage Rhythmus anstehen. Die Lösung: Spieler aus dem DNL-Team. "Einige trainieren schon bei der Ersten mit, wen ich aber zu den Spielen mitnehme, da muss ich noch mit Rick Boehm Rücksprache halten" zeigte sich Kammerer noch etwas ratlos, der seiner Mannschaft einen trainingsfreien Mittwoch gibt. Und auch für die Fans hatte Kammerer noch ein Weihnachtsgeschenk: "Wir werden auch wieder gewinnen und hier wieder lachen" versprache er den Anwesenden in der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Stand: 21.12.2005, 00:05 Uhr
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