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Tölzer Löwen

Tölzer Schnellstarter überraschen Regensburg

Nach frühzeitiger Führung ins Ziel gerettet

Mit einem am Ende knappen 5:4 (3:2, 1:1, 1:1)-Erfolg überraschten die Tölzer Löwen am Sonntag Abend den hoch eingeschätzten Gast aus Regensburg. Die knapp 1700 Zuschauer taten gut daran, pünktlich die Halle betreten zu haben, stand es nach sechs Spielminuten bereits 3:1 für die Gastgeber.

Es war noch keine Minute gespielt, da hatten Jeff Hoad und Sandro Schönberger Gästetorwart Jan Guryca bereits zwei Pucks ins Netz gelegt. Als Rod Stevens in der vierten Minute gar auf 3:0 erhöhte, zweifelten nur die Skeptiker noch am Erfolg. Doch diese mussten nicht lange warten, um auf ihr Recht zu pochen: Jason Miller gelang nach sechs Minuten das 1:3, drei Minuten vor der Pause war die Partie nach einem Treffer von Regensburgs David Cermak wieder offen.

Doch wie schon im ersten Spielabschnitt kamen die Gastgeber auch zu den zweiten zwanzig Minuten hellwach aus der Kabine: Dreiunddreissig Sekunden waren gespielt, als erneut Rod Stevens den Zwei-Tore-Abstand herstellte. Allerdings ? Regensburgs Antwort lies nicht lange auf sich warten. Auch Cermak erzielte seinen zweiten Treffer, verkürzte damit auf 3:4 und das nur zwei Minuten nach der Tölzer Ergebniserhöhung.Der Rest dieses Spielabschnitts gehörte fast nur denGästen, doch alle spielerische Überlegenheit nutzte gegen die Tölzer Kampfkraft an diesem Abend Nichts. "Der Axel hat auf der Bank genauso gekämpft wie seine Mannschaft auf dem Eis" erheiterte Gästetrainer Erich Kühnhackl mit einem Schmunzeln nach dem Spiel in der Pressekonferenz.

Auch im Schlussabschnitt drückten die spielerisch überlegenen Gäste die Tölzer ins eigene Drittel. Allerdings habe man den Regensburger dabei nur zwei Chancen gelassen, so Kammerer, die zu einem Treffer ans Gestänge und dem 4:5 führten. Dazwischen lagen immer wieder Konter der Tölzer, die allerdings nur einmal zum Erfolg führten, als Josef Kottmair sieben Minuten vor Schluss mit dem 5:3 für die endgültige Entscheidung gesorgt zu haben schien.

"Die Tölzer Spielweise liegt uns sowieso nicht" meinte ein nicht unbedingt Niedergeschlagenheit ausstrahlender Gästecoach zur Niederlage. "Wir haben verdient verloren, waren nicht gut, aber auch nicht schlecht" so Kühnhackl weiter. Axel Kammerer gab sich redseliger und lobte seine Mansnchaft für den grandiosen Kampf. "Aber natürlich haben wir auch Glück gehabt, aber heute hat sich die Mannschaft das Glück auch erkämpft." Und auch auf ein anderes entscheidendes Detail wies Kammerer hin: "Heute haben wir etwas Ungewöhnliches erlebt, nämlich dass wir unsere Torchancen genutzt haben".
Stand: 11.12.2005, 22:39 Uhr
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