Deggendorf kehrt erfolgreich aus Erding heim
3:2 Erfolg für die Flames
In einem guten Oberligaspiel kamen die Deggendorf Flames nach einer
starken kämpferischen Leistung bei den Erding Jets zu einem verdienten
Sieg, wodurch sie den Platz 4 halten konnten, denn Konkurrent Dresden
gewann gleichzeitig sein Spiel gegen Kaufbeuren.
Das erste Drittel war gepr
ägt vom gegenseitigem Abtasten beider
Mannschaften, wobei die Flames die ersten Akzente setzten, welche aber
nicht zwingend waren. Die Gastgeber nutzten erst ihre erste
Überzalsituation zu Angriffen auf das DEC-Tor, welche die Abwehr aber
meisterte. Etwas überraschend der Führungstreffer der Gastgeber in der 13.
Minute durch Güttler (Ass. Kaltenhauser, Hessel) zum 1:0. Die Flames
versuchten dagegen zu halten, aber es sollte nicht viel gelingen in diesem
ersten Drittel, außer das ab diesem Zeitpunkt Schiedsrichter ?Fanta?
Franta Bendl mit uminösen Strafzeiten auf sich aufmerksam machte, u.a.
nach einer Schlägerei vor dem Erdinger Tor, als nur Troy Stephens 2+10
Minuten für unnötige Härte bekam und sein Gegner Leinsle nur mit 2 Minuten
davon kam.
Das 2. Drittel begann so wie es sich die ca. 150 Deggendorfer Fans sich
vorgestellt hatten. Die Flames fighteten zurück, spielten körperbetont und
störten die Gastgeber beim Spielaufbau. Folgerichtig fiel nach einem
abgeblockten Angriff ein schneller Konter über Gaudet, Vogl welcher die
Scheibe ins Angriffsdrittel führte und zurück auf Johnson legte und der
unhaltbar mit einer ?Granate? ins obere Toreck traf. Der Treffer wurde
aber vom SR komischerweise Dalton gutgeschrieben. Die Flames setzten nach
und dann trat wieder HSR Bendl in Aktion und schickte wieder einen
DEC-Spieler auf die Strafbank. Aber die Abwehr stand sattelfest mit einem
überragenden Torwart Cinibulk und dann konnte Kelleher die Scheibe dem
Gegner abnehmen und passte auf Johnson und der allein auf Jung fuhr und im
Abschluß Pech hatte, als die Scheibe vom Innenpfosten wieder raussprant,
Jung war bereits geschlagen. Auf der Gegenseite auch Unterzahl in der 32.
Minute und die Flames setzten sich im Powerplay fest und es roch nach
einem weiteren Treffer. Aber ausgerechnet dem Kapitäm Schinköthe unterlief
ein haarsträubender Fehler, als ein Gegenspieler ihm die Scheibe an der
blauen Linie abnahm und zwei Erdinger allein auf Cinibulk fuhren aber der
wiederum den Fehler seines Kapitäns mit einem Superreflex ausbügelte. In
der 34. Minute dann das 2:1, als Stephens ein Bully gewinnen konnte und
Kapitän Schinköthe zwei Erdinger ausspielte und als Höhepunkt auch noch
Jung keine Chance ließ. Und weiter setzten der DEC nach, ein Paß von
Stephens auf Johnson der nur noch die Kelle hinhalten muss, aber die
Scheibe nicht voll trifft und so kullert diese knapp am leeren Tor vorbei.
Dann wiederum Überzahl Deggendorf und nach nur 7 Sekunden stand es 3:1 für
die Gäste. Wiederum nach Bullygewinn ein mächtiger Schlagschuß vom
überragenden Schinköthe (bis auf den Fehler in der 32. Minute) den Torwart
Jung nur abklatschen kann und Dalton nutzt den Abstauber. Mit diesem
Ergebnis ging es in die Kabine.
Das dritte Drittel begann in Unterzahl für die Flames und die Erdinger
versuchten nun unbedingt den Anschluß herzustellen, was man aber mit gutem
Stellungsspiel und etwas Glück verhindern konnte. Dies gefiel anscheind
wiederum HSR Bendl nicht, denn kaum war man komplett wieder eine weitere
Strafzeit für die Gäste und diese nutzte Güttler mit seinem zweiten
Treffer an diesem Abend (Ass. Kaltenhauser, Hessel). Wer nun meinte das
Erding nun noch stärker aufspielte, sah sich getäuscht. Denn die Flames
hielten mit viel Kampf dagegen die besten Möglichkeiten hatten Gaudet und
Johnson aber Torhüter Jung hielt mit großartigen Reflexen sein Team im
Spiel. Dann endlich auch mal wieder Überzahl für den DEC sie zogen ein
sehr gutes Überzahlspiel auf, mit mehreren Schlageschüssen von der blauen
Linie durch Johnson und Schinköthe und beide Spieler waren dann einer der
schönsten Kombinationen des Spiels beteiligt, als man mit einem Doppelpaß
die Gegner ausspielte und diesmal Schinköthe am Pfosten scheiterte, was
sicherlich die Vorentscheidung gewesen wäre. In der 53. Minute ein
Entlastungsangriff der Erdinger und Cinibulk konnte die Scheibe im ersten
Anlauf parieren aber der Nachschuß war drin, sofort zeigte aber HSR Bendl
kein Tor an (befand sich zwei Meter neben dem Tor und hatte freien Blick),
denn die Torerzielung geschah mit dem Schlittschuh. Das erfuhr den Unmut
des Publikums es flogen Gegenstände und die Atmosphäre war am Sieden.
Erding versuchte in der restlichen Zeit ein noch den Ausgleich zu schießen
aber die Flames Abwehr ließ kaum noch Chancen zu und dann hatten die
Gastgeber noch ein Handicap als eine Minute vor Schluß eine Rangelei gab
und beide Teams Strafzeiten erhielten, wobei der Erdinger Schneider 2+2
Minuten wegen einem zusätzlichem Faustschlag erhielt und auf DEC-Seite
Thommes nur 2 Minuten. Somit brachten die Flames den Sieg sicher über die
Zeit.
Ron Chyzowski (Deggendorf Flames): Es war ein sehr erfolgreiches
Wochenende mit sechs Punkten. Er muß der Mannschaft ein großes Kompliment
machen, denn es war vor dem Spiel klar, daß Erding nichts zu verschenken
hat und nur mit einer konzentrierten Leistung Punkte aus der Weißbierstadt
zu holen sein.
Meine Frage bezüglich Thomas Kulzer: Er hat heute aufgrund einer schon
längeren Schulterverletzung pausiert, die ihn am Freitag bereits stark
behindert hat und auch nicht besser geworden ist. So entschloß man sich,
ihn nach dem Warmlaufen nicht spielen zu lassen. Man hoffe auf seinen
Einsatz nächste Woche.
Erich Kühnhackl: Er überlegt seit längerer Zeit, wieso sein Team immer nur
mit einem Tor verliert und kam zur Ansicht, daß nur wenn das komplette
Team eine entsprechende Einstellung bringt, man den Gegner schlagen kann,
und nicht nur zwei Spieler wie Jung und Völkl. Denn der Kampf um Platz 8
hat bereits begonnen und nicht erst in ein paar Wochen.
Zum nichtgegebenen Tor, meinte er, aus seiner Sicht konnte er es sich
nicht beurteilen, jedoch aufgrund der Videoaufzeichnung wurde das Tor mit
dem Stock erzielt und somit eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters.
Autor
Roman Frost
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