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Tölzer Löwen

Freitag den 13. nach hinten verlegt

Tölz verliert am Dienstag Spiel, Spieler und Zuschauer

Es hätte ein Eishockeyerlebnis für die Tölzer in der Hacker-Pschorr-Arena werden können. Spitzenspiel, dadurch die Erwartung einer großen Schar Gästefans trotz großer Entfernung, ein ersatzgeschwächter Gegner , die Chance, mit zwei Siegen gegen eben Heilbronn und dann am Sonntag egegn Riessersee aus eigener Kraft die Tabellenspitze zu erreichen. Am Ende blieb jedoch alleine die Erkenntnis, alles gegeben zu haben und zu den Spitzenteams der Liga zu gehören - mehr jedoch auch nicht. Der Dienstagtermin verhinderte den erhofften Besucherandrang aus dem Tölzer Umland und vorallem der Heilbronner Fans, insgesamt vermutlich ein Verlust von mehreren hundert zahlenden Zuschauern. Benedikt Kohl, Luigi Calce und Jean-Francois Caudron mit ihren Treffern für Heilbronn, Torwart Danny aus den Birken mit seinen Paraden gegen Tölz dafür, dass die Oberländer am Schluss ohne Punkte dastanden - und mit Stefan Endraß musste Tölz-Coach Kammerer nach dem Spiel einen Langzeitverletzten vermelden. Ein Stockschlag eines Heilbronners im letzten Drittel führte laut erster Diagnose zu einem Handbruch. Und auch in Sachen Yannik Dube, dem von seinem Coach Axel Kammerer wieder ein herausragendes Spiel bescheinigt wurde, gab es nach dem Spiel eher bedenkliche Töne. Die Finanzierung für kommende Einsätze ist laut Kammerer noch nicht gesichert, was er gleich mit einem Aufruf an potentielle Sponsoren verband: "Es kostet nicht die Welt, wer uns helfen will, soll sich an mich wenden".

Knapp 1400 Zuschauer sahen vom ersten Spielabschnitt an ein sehr gutes, schnelles und auch ausgeglichenes Spiel, so die einhellige Meinung beider Trainer. Entsprechend gab es von ihnen jeweils auch Lob für die eigene Mannschaft. "Das einzige, was ich meinem Team vorwerfen könnte, ist die mangelnde Chancenverwertung", fand alleine der unterlegene Kammerer einen Grund zur Kritik, entschärfte diese aber sofort: "Aber wir sind an einem überragenden Torwart, Unvermögen und zum Teil halt auch Pech gescheitert".

Laut Gästecoach Rossi sei Heilbronn einfach das glücklichere der beiden Teams gewesen, worüber er natürlich sehr froh sei. Entscheidender Grund des Sieges sei eine bessere Efizienz seiner Special-Teams gewesen: "Wir haben zwei Tore in Überzahl gemacht, nur eines in Unterzahl bekommen." Insbesondere wegen des Ausfalls des bis dato teamintern besten Scorers Andre Schietzold sowie drei Stammverteidigern gab es großes Lob von Rossi an seine Falken, für die Benedikt Kohl im ersten Drittel die erste Führung erzielte. Nach zwei Minuten im Mittelabschnitt gelang Kurt MacSweyn für die Tölzer der Ausgleich, den Luigi Calce nach 33 Minuten mit dem zweiten Überzahltreffer für Heilbronn die erneute Gästefhrung folgen lies. Als Yannik Dube im Schlussdrittel (45.) zum Ausgleich abstaubte, gab es wieder Hoffnugn im Tölzer Anhang. Doch nur zwei Minuten später gelang Jean-Francois Caudron die dritte Heilbronner Führung, um deren Bestand die Gäste zwar gegen Ende immer mehr zittern mussten, die aber nach 60 Minuten immer noch Bestand hatte und die Gäste letztlich jubeln lies.
Stand: 18.10.2006, 10:11 Uhr
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