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Tölzer Löwen

Klarer Sieg für Tölz im Derby

Riessersee beim 0:3 ohne echte Chance

Etwas mehr als viertausend Zuschauer waren erwartungsfroh in die Tölzer Hacker-Pschorr-Arena gepilgert. So sie denn wie Ottfried Fischer Anhänger der Tölzer Löwen waren, konnten sie sich mit der Freude über eine vorweihnachtliche Beschwerung wieder auf den Rückweg begeben. Mit 3:0 (1:0, 2:0, 0:0) blieb der Tabellendritte im Derby gegen Spitzenreiter Riessersee siegreich.

Beide Trainer waren sich danach einig, dass Überzahl- und Unterzahl entscheident für den Ausgang waren - dabei waren die Tölzer einfach besser. Die Führung bei einer 3:5-Situation, die beiden weiteren Treffer bei einer 5:3-(MacSweyn) bzw 5:4-Überzahl (erneut Dube), niemand möchte der Einschätzung der Trainer hinsichtlich der entscheidenden Situationen widersprechen. Gästecoach Brockmann konnte es in der Pressekonferenz noch immer nicht fassen, wie der Tölzer Dube gleich zwei Mal bei einer Tölzer 3:5-Untererzahl alleine aufs Riesserseer Tor zufahren konnte. Was in der 16. Minute auch den Führungstreffer der Gastgeber brachte: "Ich habe gestern bei uns in der Pressekonferenz bereits gesagt, dass Disziplin, Powerplay und Unterzahlspiel entscheident sein werden", so Brockmann, nach dessen Meinung sein Team bei allem versagt habe, gar Nichts gelaufen sei, während Tölz seine Chancen eiskalt genutzt, deshalb auch verdient gewonnen habe.

Als verdienten Sieger sah sich auch Axel Kammerer, Trainer der Tölzer. Es sei das Ziel gewesen, zu gewinnen und dies habe man geschafft. Der Erfolgsschlüssel für ihn war das Unterzahlspiel, gerade in der mit Strafzeiten reichlich gesegneten Partie. "Da haben wir die Garmischer vielleicht zur Verzweiflung gebracht", lobte er die Defensivdisziplin seiner Feldspieler und die Paraden seines Keepers Marko Suvelo. Doch es war fast erschreckend, wie wenig den Garmischern einfiel, wenn beide Mannschaften die gleiche Anzahl Spieler auf dem Eis hatte. Dass hier der Spitzenreiter auf dem Eis stand, konnte Gästetrainer Brockmann nur damit erklären, dass "heute einige Leistungsträger nicht gut drauf waren, das war ein Problem".

Kammerer dagegen hatte naturlich Grund zum Lob an seine junge Truppe: "Ein Riesenkompliment an die Mannschaft, vorallem die jüngeren Spieler. Es war gerade für sie nicht einfach, plötzlich vor 4000 erwartungsvollen Fans ihre Leistung zu bringen. Aber Hut ab, sie haben eine phantastische Leistung gezeigt."

Einen Wermutstropfen gab es für die Tölzer Seele dann aber doch noch: Möglicherweise hat Yanick Dube am Freitag sein letztes Heimspiel für Tölz absolviert, die Rückkehr nach Augsburg wird immer wahrscheinlicher. "Am Sonntag spielt er auf jeden Fall noch. Die Entscheidung fällt nächste Woche", so Kammerer zu diesem Thema. Die letzten Spiele seien sowieso eine Zugabe gewesen, geplant war der Einsatz nur bis zur Deutschland-Cup-Pause. Es sei anfangs nicht leicht gewesen für Dube, sich statt mit dem Ziel DEL in Augsburg mit der Oberliga anzufinden. Aber er habe sich der Aufgabe gestellt und nach Kammerers Beobachtung sei ihm die Mannschaft immer mehr ans Herz gewachsen: "Wenn er uns verlässt, dann nur schweren Herzens".
Stand: 09.12.2006, 13:55 Uhr
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