Vorentscheidung um Platz 4 fällt zu gunsten der Deggendorf Flames
5:4 Erfolg in Dresden
Die Deggendorf Flames haben gestern den wichtigen Schritt im Kampf um
Platz 4 gemacht. Durch den 5:4 Erfolg nach Penaltyschießen bei den
Eislöwen aus Dresden konnte der Vorsprung auf den fünften Platz auf 6
Punkte ausgebaut werden. Der vierte Platz ist insofern wichtig, weil es
für das erste Pla
y-Off Spiel Heimrecht bedeuten würde.
Das Spiel begann gleich in der ersten Minute mit einer Großchance für die
Dresdner. Richard Richter spielte die Deggendorfer Abwehr aus und
versuchte Cinibulk zu überwinden, wurde aber auf unfaire Art und Weise von
einem Verteidiger gestoppt. Schiedsrichter Kowalczyk aus Germering kreuzte
seine Hände über dem Kopf, es gab Penalty. Diesen schoss der gefoulte
Richter selbst, doch er scheiterte am glänzend aufgelegten Martin
Cinibulk.
Nur ein paar Sekunden später war es aber soweit. Die Eislöwen gingen nach
einem Alleingang von Gabriel Kapral mit 1:0 in Führung. Ein paar Minuten
später musste Martin Ekrt auf die Strafbank. Das Powerplay wurde prompt
ausgenutzt, Troy Stephens spielte den Gästekeeper, Robert Slavik aus. Als
dieser schon am Boden lag hatte Stephens kein Problem mehr ins leere Tor
einzunetzen. Einen Abspielfehler der Dresdner Verteidigung konnte dann
Marco Thommes in der 14. Minute zum ausnutzen. Er lief alleine auf das
gegnerische Tor zu und konnte Slavik überwinden. Wie aus dem nichts kam
dann der Ausgleichstreffer zum 2:2 durch Martin Ekrt. Bei einem Angriff
von der rechten Seite konnte er Cinibulk elegant mit einem Handgelenkschuß
ins lange Eck überwinden. Pech kam noch dazu, der Puck prallte von
Cinibulks Schläger ab ins Tor. Kurze Zeit später musste Troy Stephens
wegen Beinstellen auf die Strafbank, doch dort blieb er nicht lange. Mike
Dolezal schloß ein mustergültiges Powerplay mit dem Treffer zum 3:2 ab.
Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Drittelpause.
Im zweiten Drittel hatten beide Mannschaften gleich viel Spielanteile. Das
Tempo wurde deutlich aus dem Spiel genommen. Chancen gab es zwar einige,
auf beiden Seiten, doch diese wurden alle von den beiden glänzend
aufgelegten Torhütern, Robert Slavik bei den Eislöwen und Martin Cinibulk
bei den Flames, zunichte gemacht. Doch in der 31. Minute war es dann doch
soweit. Thomas Kulzer konnte mit einem Schuss durch die Schoner den Keeper
der Dresdner in Überzahl überwinden. Damit war das Spiel wieder völlig
offen.
Im letzten Drittel verlegten sich die Flames auf das Konterspiel. Die
Gäste drückten, doch die Verteidigung von Deggendorf stand. Desöfteren
tauchten die Stürmer gefährlich vor Slavik auf, doch dieser konnte die
meisten Chancen parieren. Die größte Chance im dritten Drittel hatte Igor
Apostolidis, welcher völlig alleine auf das Tor zulief, die Scheibe aber
am Gehäuse vorbei zielte. Erneut in Überzahl konnte Marc Garthe das
Powerplay mit einem Tor abschließen. Es war für die Flames bereits das
dritte Tor in numerischer Überlegenheit an diesem Abend. In den
Schlußminuten nahm der Trainer von Dresden, Rudolf Sindelar eine Auszeit,
welche sich auszahlen sollte. Slavik blieb auf der Bank sitzen und die
sechs Feldspieler versuchten mit aller Macht die Scheibe ins Tor zu
bringen, was auch gelingen sollte: Nach einer Unachtsamkeit von Johnson,
er versuchte die Scheibe von der eigenen Blauen ins gegnerische Tor zu
schießen, wurde ihm der Puck abgenommen, Sikora schoß und konnte Martin
Cinibulk 63 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit überwinden. Nach
60 Minuten stand es also 4:4 und es ging in die Overtime.
Noch in der ersten Minute der Verlänerung hatte Dresden eine Riesenchance,
diese konnte jedoch Martin Cinibulk zunichte machen. Recht viel passierte
nicht mehr in der Verlängerung. Es musste also ins Penaltyschießen.
Stephens verwandelte den ersten Penalty, und auch Ekrt konnte den ersten
Penalty verwandeln. Vogl, Garthe und Gaudet konnten ebenso wie Richter,
Hiller und Mihola ihre Penalties nicht verwandeln. Schließlich war es Todd
Johnson der den entscheidenden Treffer erzielen konnte. Den letzten
Penalty musste Dresden also verwandeln, doch Petr Sikora traf nur die
Schoner von Martin Cinibulk.
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