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Weltmeisterschaft 2015 03.05.2015, 18:34

Kanada zeigt DEB-Auswahl die Grenzen auf

10:0-Kantersieg der Ahornblätter

Matt Duchene verwandelt einen Penalty zum 10:0-Endstand für Team Kanada.
Matt Duchene verwandelt einen Penalty zum 10:0-Endstand für Team Kanada. Foto: EISHOCKEY.INFO.
Der deutschen Nationalmannschaft wurden im zweiten Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft in Prag deutlich die Grenzen aufgezeigt. Team Kanada setzte sich gegen die Auswahl von Bundestrainer Pat Cortina mit 10:0 durch. Dabei begann die Partie recht vielversprechend für die deutsche Mannschaft, die die Nordamerikaner in der Anangsphase früh angriffen und ihnen wenig Raum zum Kombinieren gaben.

Mit einem Unterzahlkonter eröffnete Sidney Crosby in der neunten Spielminute den Torreigen, 23 Sekunden später legte Taylor Hall zum 2:0 nach, nachdem sich die DEB-Auswahl nicht aus dem eigenen Drittel befreien konnte. Mit einem Doppelpack erhöhte Cody Eakin (17. und 20.) noch im ersten Drittel zum 4:0.

Im zweiten Abschnitt nutzten die Nordamerikaner den Platz, den ihnen die DEB-Auswahl ließ. Taylor Hall mit seinem zweiten Treffer (23.) und Aaron Ekblad (25.) beendeten den Arbeitstag von Dennis Endras, der durch Danny aus den Birken ersetzt wurde. Am Abwehrverhalten der deutschen Mannschaft änderte sich jedoch nichts. Claude Giroux (28.), Tyler Ennis (36.) und Taylor Hall mit seinem dritten Treffer (40.) erhöhten zum 9:0.

Den sicheren Sieg vor Augen haben die Nordamerikaner im Schlussdrittel mehrere Gänge zurückgeschaltet, so dass die deutsche Mannschaft wieder ins Spiel kam und letztlich zehn ihrer 17 Torschüsse im Schlussdrittel abgaben. Martin Jones im Kasten der Kanadier konnte jedoch nicht bezwungen werden. Den einzigen Treffer des letzten Abschnitts erzielte Matt Duchene mit einem verwandelten Penalty in der 43. Spielminute.

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Pat Cortina: „In den ersten sechs oder acht Minuten war unser Spiel okay. Die ersten beiden Gegentore haben uns wehgetan und unser Selbstvertrauen ist weg gewesen. Wir haben danach nicht mehr das umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Unsere kämpferische Einstellung war nicht mehr da, wie man sie auf diesem Level benötigt. Die Kanadier hatten Zeit und Platz und wenn sie beides haben, dann nutzen sie sowas eiskalt. Wir müssen eine bessere Leistung zeigen, nicht nur im Vergleich  zum Kanada-Spiel, sondern gegen jedes Team bei diesem Turnier. Es ist wie eine Best-of-Seven-Serie und jetzt steht es eins zu eins.“

Kapitän Michael Wolf: „Der Start und die Arbeit in den ersten Minuten war okay. Die zwei schnellen Gegentore haben uns aus dem Tritt gebracht. Danach haben wir zu viel Respekt gezeigt und arg zurück gesteckt. Die Kanadier konnte nachher machen, was sie wollten. Wir haben ihnen viel zu viel Platz gegeben und wenn man das tut, kommt ein solches Ergebnis zu Stande.“

Marcus Kink: „Wir sind alle sauer und frustriert. Ich persönlich würde gern sofort nochmal spielen, um diese Scharte auswetzen zu können. Wir haben denen vier Geschenke gegeben und Fehler gemacht, die uns sonst nicht passieren. Aus dem Nichts machen sie das 0:1 und davon konnten wir uns nicht mehr erholen. Dann ist der Gegner ins Rollen gekommen. Aber das Spiel ist jetzt abgehakt, ändern können wir es ohnehin nicht mehr. Wir müssen uns jetzt den Mund abwischen und die nächste Aufgabe angehen. Wir haben ein Spiel gewonnen und eins verloren.“

Für die deutsche Mannschaft geht es am kommenden Dienstag weiter. Um 16:00 Uhr trifft das Team von Pat Cortina auf die Schweiz.
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Gast
17.06.2021 00:18 Uhr


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Kommentare (31)
05.05.2015, 09:59 Uhr
Der Wolf (Gast)
Leute, wenn ich schon lese, "wo das Problem liegt" kommts mir schon wieder hoch. Das Problem is einfach: Die völlig überzogene Erwartungshaltung. Natürlich wissen es alle besser, es hat ja Gründe. Ausländerbegrezung in der DEL und schon spielen wir um die Medallien... sicherlich. Eishockey ist eine ...
Weiterlesen Bewerten:4 

04.05.2015, 23:54 Uhr
Hartmann
Hat keiner eine Meinung zum eigentlichen Totengräber unseres Eishockey, nämlich den Medien!?
Bewerten:0 

04.05.2015, 22:18 Uhr
Mao (Gast)
Das Problem im deutschen Eishockey fängt doch viel weiter unten an als bei den hier genannten Problemfeldern DEL und Trainergespanne. Neulich hörte ich von einem Kleinschülerspiel (also U12), bei dem ein Trainer einen durchaus talentierten Jungen nicht einsetzte, weil er Sorge hatte, dass die Mannsc...
Weiterlesen Bewerten:0 

04.05.2015, 21:11 Uhr
Der Wolf (Gast)
@xDDD: Nein, der "Vergleich" ist nicht daneben, Du hast ihn nur nicht verstanden.
Bewerten:0 

04.05.2015, 18:43 Uhr
xDDD (Gast)
@der Wolf also würden beim Fussi Spieler wie Götze Reus Neuer Hummels Boateng usw ausfallen. würde allein bei der U21 einiges nachrücken was nicht unbedingt schlecht ist! und Bundesliga erfahrung hat. Leitner, Bittencourt, Trapp, Adler usw. also man hätte zwar nicht die Quallität wie mit oben gen...
Weiterlesen Bewerten:1 

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Weltmeisterschaft 2015 25.08.2015, 22:13

Strafe für unsportliche Russen

Beim WM-Finale zu früh das Eis verlassen

Die russische Mannschaft nach dem verlorenen WM-Finale.
Die russische Mannschaft nach dem verlorenen WM-Finale. Foto: EISHOCKEY.INFO.
Russland hat vom Eishockey Weltverband eine Strafe in Höhe von 80.000 Franken bekommen. Die Russen haben nach Ansicht der IIHF beim WM-Finale am 17. Mai in Prag die Eisfläche bei der Siegerzeremonie zu früh verlassen. Der Vizeweltmeister hätte auf das Abspielen der kanadischen Hymne warten müssen.
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Kanada nach Gold auch Weltranglistenerster

Deutschland bleibt 13.

Kanada ist der Weltranglistenerster.
Kanada ist der Weltranglistenerster. Foto: EISHOCKEY.INFO.
Kanada ist nach dem Titegewinn in Prag auch in der Weltrangsliste auf den ersten Platz geklettert. Finalgegner Russland ist Zweiter. Schweden rutscht vom ersten auf den dritten Platz ab. Deutschland ist weiterhin auf dem 13. Tabellenplatz.
Weltmeisterschaft 2015 18.05.2015, 13:04

Rekorde, Emotionen und großartiger Sport

Rückblick auf die "beste WM aller Zeiten"

Team Canada ist derzeit eine Klasse für sich.
Team Canada ist derzeit eine Klasse für sich. Foto: EISHOCKEY.INFO.
Am Sonntag ging in Prag die 79. Eishockey Weltmeisterschaft zuende. Nach 160 Stunden Eishockey in 17 Tagen ziehen die Ausrichter ein positives Fazit. Die Tschechen wollten die beste WM aller Zeiten ausrichten. Nicht nur DEB-Präsident Franz Reindl zeigte sich begeistert, sprach von neuen Maßstäben. Mit 741.690 Zuschauern wurde ein beeindruckender Zuschauerrekord aufgestellt. Weitere 750.000 Fans besuchten die Fanzonen in den beiden Spielorten Prag und Ostrava.
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