Anzeige
Anmelden

Anzeige
Anzeige
Anzeige
WM 2011
Donnerstag, 28.04.2011, 10:03 Uhr

Was nun, Urmel?

WM-Vorschau: Deutschland im Jahr eins nach der Sensation

Am Freitag ist es soweit: In der Slowakei beginnen die diesjährigen Titelkämpfe des Weltverbandes IIHF, die Weltmeisterschaft der zwölf derzeit besten Eishockeynationen. Deutschland hat vor dem Turnier mit Erwartungen zu kämpfen, denen die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp eigentlich nicht gerecht werden kann. Aber diese Erwartungen hat die DEB-Auswahl bei der Heim-WM letztes Jahr mit dem sensationellen vierten Platz selbst geweckt.

Doch jetzt ist 2011, die WM-Spielstätten in Mannheim, Köln und Auf Schalke sind verwaist und für die junge Mannschaft des scheidenden Bundestrainers Uwe Krupp geht es wieder um das Minimalziel, um das es eigentlich immer geht: die Zwischenrunde. Dazu muss Deutschland in der erstklassig besetzten Vorrundengruppe A Dritter werden. Dann kommt das Abstiegsgespenst gar nicht erst in die deutsche Kabine und man könnte frei aufspielen. Selbstredend konzentriert sich dadurch alles auf das Spiel gegen die vermeintlich schwächeren Slowenen, mit denen Deutschland zuletzt die Schläger kreuzt. Trotz der jüngsten Erfolge rechnet nämlich niemand damit, dass Titelkandidat Russland mit Superstar Ilya Kovalchuk oder die gastgebenden Slowaken zu schlagen sind. Wenn es klappt, käme dies der nächsten Sensation gleich und wäre natürlich eine enorme Erleichterung. Wahrscheinlicher ist aber, dass Alexander Barta & Co. im letzten Gruppenspiel gegen die Slowenen die zum Überleben benötigten Punkte einfahren müssen. Dann wäre der Druck vor dieser Partie noch wesentlich größer, als er ohnehin schon ist.

Hilfe aus der NHL kann Bundestrainer Uwe Krupp vorerst nicht erwarten. Die für das Team enorm wichtigen Verteidiger Christian Ehrhoff (Vancouver) und Dennis Seidenberg (Boston) haben sich mit ihren Teams gerade in die nächste Playoff-Runde gekämpft. Jochen Hecht ist zurückgetreten (EISHOCKEY.INFO berichtete) und mit dem bei der letzten WM überragenden Marcel Goc ist auch ein verletzter NHL-Legionär zu beklagen. Die Slowaken dagegen schielen nach Marian Gaborik auf weitere prominente NHL-Verstärkungen. Der kanadische Trainer Glen Hanlon hat als Gastgeber-Coach natürlich ebenfalls großen Druck, kann personell aber erheblich variieren. Die Russen um ihren charismatischen Coach Slava Bykov wissen teils schon gar nicht mehr, wen sie noch nominieren soll, denn neben dem großen Repertoire an NHL-Stars drängen sich auch immer mehr Spieler aus der aufstrebenden russischen Liga KHL auf.

Immerhin: Die Stimmung im deutschen Lager ist nach der letzten Weltmeisterschaft natürlich gut, man hat dringend benötigtes Selbstvertrauen getankt. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit kennen sich die meisten Spieler gut, Anpassungsprobleme dürften schnell verfliegen. Die größten Hoffnungen ruhen natürlich wieder auf den Männern zwischen den Pfosten. Hier ist der DEB-Kader wie traditionell auf Weltklasse-Niveau besetzt. Insbesondere auf WM-Held und vielleicht bald NHL-Star Dennis Endras wird wieder viel an Hartgummi in Hochgeschwindigkeit zukommen. Keine Frage: Die anstehende Weltmeisterschaft wird für den Deutschen Eishockey Bund ein hartes Turnier. Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft auch nach möglichen hohen Niederlagen gegen Russland und die Slowakei den Glauben an das eigene Können nicht verliert.
Kommentar schreiben
Gast
21.07.2026 02:54 Uhr

 E-Mail bei neuen Kommentaren Abschicken
Kommentare (10)
29.04.2011, 23:24 Uhr
Moe
Achilles beweist einmal mehr seinen einzigartigen Fachverstand
Bewerten:0 

29.04.2011, 22:50 Uhr
Hagen (Gast)
Tja, Achilles, so kann man auch daneben liegen. Muhahaha!!!!
Bewerten:0 

29.04.2011, 18:29 Uhr
Thomas Schlegel (Gast)
Jungs ihr seit der Wahnsinn !!! 2:0 gegen die Russen, Hut ab und nur noch geil. Was für ein Auftakt. Der alte DEG-Fan.
Bewerten:0 

29.04.2011, 09:54 Uhr
Sir Toby (Gast)
Ein großer Erfolg wäre dieses Jahr bereits das Vermeiden der Abstiegsrunde. Knappe Niederlage mit eigenem Torerfolg gegen Russland, ein Punkt gegen die Slowakei und ein gewonnenes Endspiel gegen die Slowenen ist doch eigentlich genug Grund zur Freude. Aber wieso spricht man im Artikel von zwölf Ei...
Weiterlesen Bewerten:0 

29.04.2011, 08:58 Uhr
Homer (Gast)
Wir drücken alle die Daumen Laßt euch net unterkriegen Zeigt Kampfgeist in den Spielen und vor allen Dingen Habt Spaß an der Sache Viel Erfolg
Bewerten:0 

Weitere 5 Kommentare anzeigen

WM 2011

Finnen zerstören Weltmeisterpokal

Ursache: Exzessive Feierlichkeiten

Der Weltmeisterpokal ist exzessiven Feierlichkeiten der finnischen Nationalmannschaft zum Opfer gefallen und nahm beträchtlichen Schaden. Beim Empfang der Weltmeister in Helsinki sei die Stimmung "wild" und "ungestüm" gewesen, so Angaben des Verbandes. Man wolle versuchen den Pokal nun reparieren zu lassen, bevor dieser auf Rundreise in die Heimatstädte der am Titelgewinn beteiligten Spieler geht.
WM 2011

Finnland holt ersten WM-Titel seit 1995

6:1-Kantersieg im Finale gegen Schweden

Die Weltmeisterschaft 2011 in der Slowakei ist zu Ende - mit einem Überraschungssieger Finnland, der sich am Sonntagabend in der ausverkauften Orange Arena in Bratislava ausgerechnet gegen Angstgegner Schweden mit einem in der Höhe überdeutlichen 6:1 die Goldmedaille holte.
WM 2011

Tschechien gewinnt Bronzemedallie

7:4-Sieg über Russland im "kleinen Finale"

Titelverteidiger Tschechien hat sich im Spiel um Platz drei durch einen 7:4-Sieg über Russland die Bronzemedallie gesichert. Vor 9.283 Zuschauern trafen Roman Cervenka, Petr Prucha und Tomas Plekanec jeweils doppelt für den entthronten Titelverteidiger.
Forum: Neueste Kommentare
EC Bad Nauheim bee...
Kommentare: 2
WM-Eröffnungsspiel...
Kommentare: 3
Das deutsche Eisho...
Kommentare: 2
Anzeige
News-Auswahl
DEL


Anzeige

Sperren

1x Kai Wissmann
5x Fabio Wagner

Transfers

Matt Marcinew
EC Bad Nauheim
Tom Knobloch
Dresdner Eislöwen
Tanner Kero
Krefeld Pinguine

Geburtstage
62. Axel Kammerer
Tölzer Löwen
61. Thomas Popiesch
Krefeld Pinguine