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DEL 05.03.2017, 10:18

DEL zeichnet beste Spieler des Jahres aus

Patrick Reimer wieder bester Spieler

Gustaf Wesslau, Konrad Abeltshauser und Patrick Reimer.
Gustaf Wesslau, Konrad Abeltshauser und Patrick Reimer. Foto: City Press.
Die Deutsche Eishockey Liga hat im Rahmen einer Gala am Samstag in Köln die besten Spieler der Saion 2016/17 ausgezeichnet. Zum dritten Mal in Folge wurde Patrick Reimer von den Ice Tigers aus Nürnberg zum besten Spieler gekürt. Gustaf Wesslau wurde bester Keeper, weitere Ehrungen gab es für Abeltshauser und Kammerer.

Aller guten Dinge sind drei: Patrick Reimer von den THOMAS SABO Ice Tigers hat das „Triple“ bei der Wahl zum „Spieler des Jahres“ in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) perfekt gemacht und sich zudem den Titel „Stürmer des Jahres“ nach der 23. DEL-Hauptrunde gesichert. Reimer, dem diese Ehre bereits 2014 und 2016 zuteilgeworden war, ist damit der erste DEL-Profi, der diesen Titel dreimal errang.

Der Nürnberger Kapitän stand in allen 52 Hauptrunden-Begegnungen auf dem Eis und kam dabei auf 54 Scorerpunkte. Dabei erzielte der 82-malige Nationalspieler wie schon in der vorherigen Hauptrunde 26 Treffer und bereitete 28 weitere (54 Scorerpunkte) vor. Sein Tor zum 5:3 beim 6:4-Erfolg seines Teams über die Fischtown Pinguins Bremerhaven am vorletzten Hauptrunden-Spieltag war sein 300. DEL-Treffer und ging in die Geschichte ein: Kein Spieler hat in der DEL-Historie mehr Tore erzielt.

Der Kapitän der Franken nahm die Auszeichnungen im Rahmen der „5. GALA DES DEUTSCHEN EISHOCKEYS“ im Deutschen Sport- und Olympiamuseum im Kölner Rheinauhafen aus den Händen von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke in Empfang. „Ich hätte nicht erwartet, den Titel verteidigen zu können. Umso mehr freue ich mich, dass es erneut geklappt hat“, meinte Reimer.

Zum „Verteidiger des Jahres“ wurde Konrad Abeltshauser vom amtierenden Meister EHC Red Bull München gewählt. Der 24 Jahre alte Abwehrspieler gehörte in seiner ersten kompletten DEL-Saison (52 Spiele) zu den Defensiv-Stützen seiner Mannschaft und verbuchte mit zehn Toren und insgesamt 31 Scorerpunkten seine sowohl tor- als auch punktbeste Spielzeit als Eishockey-Profi. Mit einer Plusminuswertung von +24 führte er diese Kategorie bei den Verteidigern an.

Erstmals unter den Gewinnern ist auch Rob Wilson, der den Titel „Trainer des Jahres“ einheimste. Der Chefcoach der THOMAS SABO Ice Tigers war im Dezember 2014 zunächst als Co-Trainer zu den Ice Tigers gekommen und übernahm zur Saison 2015/16 das Amt des Cheftrainers.

Mit Rob Wilson gelang den Franken in der vergangenen Spielzeit zum ersten Mal seit neun Jahren der Einzug in ein Playoff-Halbfinale. In der abgelaufenen Hauptrunde wurden die Ice Tigers Dritter und gehören zu den Titelfavoriten.
„Die Auszeichnung ist eine große Ehre und ich bin sehr stolz darauf. Jedes Mal, wenn irgendjemand eine Auszeichnung erhält, sind viele Leute daran beteiligt, dass es überhaupt so weit kommt. Mike (Flanagan), Martin (Jiranek) und das gesamte Trainerteam haben hervorragend gearbeitet und ihren Anteil verdient. Die Ice Tigers haben mir die Chance gegeben, hier zu arbeiten, dafür bin ich sehr dankbar. Der größte Dank gilt aber den Spielern, denn die müssen jeden Tag mit mir auskommen, was sicher nicht immer leicht ist. Ich denke, dass die Auszeichnung daher eher ein Gesamtverdienst ist, auf den wir alle bei den Ice Tigers stolz sein können“, so Wilson.

Bei der Wahl zum „Torhüter des Jahres“ führte kein Weg an Gustaf Wesslau vorbei. Der Keeper der Kölner Haie war der Garant für viele Erfolge seiner Mannschaft und lieferte Zahlen der Superlative: In 50 Spielen feierte er 32 Siege, bei einem Gegentorschnitt von 1,87 und einer Fangquote von 93,2 Prozent.
Zudem feierte er fünf „Shutouts“. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und nehme den Award stellvertretend für mein Team an, denn ohne die Mannschaft wäre ich gar nicht in der Lage, so gut zu spielen“, sagte Wesslau.

Einer, der Gustaf Wesslau in vier Vergleichen gleich drei Mal bezwingen konnte, ist Maximilian Kammerer von der Düsseldorfer EG. Der „Rookie des Jahres“ gehörte zu den Entdeckungen der Saison. 15 Tore und elf Vorlagen (26 Punkte) steuerte der 20 Jahre junge Stürmer bei und schloss damit in der teaminternen Scorerwertung auf Platz drei ab.
„Wir hatten bei der DEG keine einfache Saison. Umso mehr freut es mich, dass ich mit meiner Leistung auf mich aufmerksam machen konnte. Diese Auszeichnung ist für mich Ansporn“, erklärte der Sohn des ehemaligen Nationalspielers Axel Kammerer.

Den Preis als Hauptrundensieger konnte sich erneut der EHC Red Bull München sichern. Es handelte sich dabei um einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro für ein Fan-Projekt, der vom DEL-Medienpartner Telekom überreicht wurde.
Über 10.000 Euro konnten sich die Schwenninger Wild Wings als Sieger der von DEL-Premiumpartner Covestro präsentierten „Robert Müller Fair Play Trophy“ freuen. Das Geld kommt der Schwenninger Nachwuchs-Arbeit zu Gute.
Frank H. Lutz, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor von Covestro: „Ich freue mich sehr, den Schwenninger Wild Wings die ‚Robert Müller Fair Play Trophy‘ und die damit verbundene Prämie für die Nachwuchsarbeit zu verleihen. Es ist toll, diese wichtige Auszeichnung an eine Mannschaft zu übergeben, die sich nicht nur durch ihre Fairness, sondern auch durch nachhaltige Mannschaftsentwicklung auf Basis der eigenen Nachwuchsförderung auszeichnet. Denn Fairness, Nachhaltigkeit und die stetige Entwicklung der eigenen Mannschaft sind Werte, die im Sport wie im Geschäftsleben langfristig zum Erfolg führen.“

Im Rahmen der Eishockey-Gala wurden zudem verdienstvolle Persönlichkeiten in die „Hall of Fame des deutschen Eishockeys“ aufgenommen. In diesem Jahr waren dies der langjährige Nachwuchstrainer des Krefelder EV, Peter Kaczmarek, für den Nationalspieler und Ex-NHL-Profi Christian Ehrhoff die Laudatio hielt, sowie der ehemalige DEL-Profi Martin Reichel, dessen Verdienste von DEB-Präsident Franz Reindl gewürdigt wurden.
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Kommentare (3)
05.03.2017, 16:41 Uhr
Herzblut für München (Gast)
Bei Abeltshauser ist ER am Ende und nicht EN....
Bewerten:0 

05.03.2017, 12:50 Uhr
BlackHawk
Ein Buchstabendreher kann den ganzen Satz urinieren. Liebe Redaktion, der junge Mann hört auf dem Namen Reimer, und nicht Riemer, wie in der Bildunterschrift vermerkt. Glückwunsch an die Geehrten! Ich denke man hat eine gute Wahl getroffen.
Bewerten:3 

05.03.2017, 11:49 Uhr
Pavel (Gast)
..Reimer,Abeltshauser ;-)..siehe Bild @Eishockey info
Bewerten:1 


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