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Eisbären Berlin

Gebissene Hunde sind gefährlich

Huskies kommen gegen Eisbären noch ins Spiel zurück

Die Berliner Eisbären haben sich mit einem standesgemäßen 5:2-Heimsieg vor 14.200 Fans in der ausverkauften O2-World in die Pause verabschiedet. Doch die Art und Weise des Sieges gegen den DEL-Aufsteiger gibt durchaus Anlass zur Kritik. Über weite Strecken der Partie dominierten die Hausherren zwar wieder einmal das Geschehen, doch die Produktivität der Jackson-Schützlinge ließ sehr zu wünschen übrig. Und als Kassel im Schlussabschnitt ins Spiel zurück kam, geriet der Titelverteidiger sogar ins Wanken.

Zunächst sah alles ganz gut aus in der O2-World. Die Eisbären spielten temporeich und kurvten oft minutenlang ungehindert durch die Verteidigungszone der Huskies. Doch Gäste-Goalie Nolan McDonald, der einen guten Einstand feierte, wartete oft vergebens auf einen zu parierenden Schuss. Irgendwann war es eben ein Kringel zu viel. Mit mehr Zug zum Tor hätten die Berliner schneller und höher führen können. So reichte es "nur" zum 1:0 im ersten Drittel in der 7. Minute. Alexander Weiß hatte es zunächst vergeblich mit dem Bauerntrick versucht. Doch den Abpraller verwertete Tyson Mulock geschickt.

Im Mitteldrittel bestimmten die Eisbären weiter das Spiel. Allerdings muss man zur Ehrenrettung der Huskies sagen, dass die wenigen Torszenen der Nordhessen durchaus gefährlich waren und am Einsatzwillen mangelte es den Richer-Schützlingen auch nicht. In der 24. Minute erhöhte Felski zunächst auf 2:0 für Berlin. Im Powerplay versenkte Richie Regehr in der 34. Minute dann einen satten Schuss zum 3:0. War das die Vorentscheidung? Nein! Die Huskies nutzten in der 40. Minute zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt vor der zweiten Pause die Chance zum Anschlusstreffer. Ein Schuss von der blauen Linie war für Eisbären-Keeper Rob Zepp nicht zu sehen und rutschte durch die Schoner. Thorben Saggau durfte sich als Huskies-Schütze feiern lassen.

Nach der zweiten Pause zeigten die Huskies wiederum, dass gerade gebissene Hunde gefährlich sind. In der 45. Minute verwandelte Manuel Klinge ganz cool zum 3:2 allein vor Zepp. Nun wurde es plötzlich nochmal eng für die Eisbären, die sich um eine Gegenoffensive bemühten. Jetzt mussten Treffer her und die kamen dann auch. Robinson (54.) und Busch (58.) rückten die Verhältnisse wieder gerade.

In den Play-Offs würden die Eisbären mit einer solchen halbherzigen Leistung nicht weit kommen. Gegen die Huskies hat es gerade noch gereicht - vielleicht also eine Warnung zur rechten Zeit für den Tabellenzweiten!
Stand: 30.01.2009, 21:46 Uhr
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