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Adler Mannheim 30.03.2011, 21:09

Mannheim scheitert erneut an eigenen Ansprüchen

Serie gegen Düsseldorf letztlich deutlich abgeben

Erneut viel zu früh ist sie angebrochen, die Sommerpause in Mannheim. Der einstige "Abo-Meister" scheiterte im Viertelfinale in vier Spielen an der Düsseldorfer EG, einem starken aber schlagbaren Gegner. Denn schlagen müsste diese Adler-Truppe eigentlich jeden Gegner können. Schon vor der Saison hatten viele Beobachter den Mannheimern wieder eine gut bestückte Truppe attestiert. Und die Mannschaft wurde sogar noch weiter verstärkt - mit bekanntem Ergebnis.

Mit Steven Reinprecht, der mit 700 NHL-Spielen Erfahrung nach Mannheim kam, und Nico Dimitrakos kamen allein zwei absolute DEL-Stars unter der Saison in die Quadratestadt. Alles vergebens, bis kurz vor den Playoffs musste die Mannschaft von Trainer Harold Kreis sogar um selbige bangen. Dann hatten die Adler allerdings zugegebenermaßen einen guten Schlussspurt hingelegt und engagierte Pre-Playoffs gespielt. So können kühne Optimisten immerhin sagen: Es war doch besser als im letzten Jahr. Aber eben nicht gut genug für die Ansprüche, die der zu den bestfinanzierten DEL-Clubs gehörende Verein an sich selbst stellt. Alleingesellschafter Daniel Hopp, Sprössling des SAP-Milliardärs Dietmar Hopp, hatte zusammen mit der sportlichen Führung im Frühjahr einen Schnitt gemacht. Ein Umbau im Team wurde vollzogen, man wollte nicht noch einmal zuschauen müssen, wenn der Titel in der Liga vergeben wird. Doch eben das ist jetzt wieder eingetreten. Zumindest das Halbfinale hätte es doch sein sollen bei diesem starken und entsprechend teuren Kader. Warum es wieder nicht gereicht hat, wird nun zu analysieren sein. Vom ersten Spiel der Serie einmal abgesehen: Erschrocken hat die Verantwortlichen und Fans im Viertelfinale vor allem die Kopflosigkeit der erfahrenen Spieler, die die Mannschaft hätten führen sollen. Ein schlechtes Powerplay, reihenweise versiebte Chancen und individuelle Fehler darf man sich gegen eine DEG in den Playoffs nicht erlauben, sonst ist das jetzt Geschehene folgerichtig.

Man muss wohl kein Prophet sein, um einen weiteren spürbaren Umbruch im Club vorherzusehen. Anders als anderswo, wo man jeden Cent zweimal umdrehen muss, kann es am Geld auch heuer nicht scheitern. Die Frage ist sogar, ob eine Rückbesinnung auf die berühmte eigene Talentschmiede nicht die billigere und bessere Alternative zur Millionentruppe ist. Vielleicht sind kleine Brötchen ja die besseren - auch in der Großbäckerei Mannheim.
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Gast
13.05.2026 11:21 Uhr


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Kommentare (9)
31.03.2011, 20:42 Uhr
Baerenfan (Gast)
Zumindest bei Anschütz dürfte es wohl kein Hobby, sondern knallhartes Business sein. Einerseits mit den Einnahmen aus der O2World (die ein zentraler Bestandteil des Einstiegs-Konzeptes war) - natürlich besonders auch abseits des Eishockeys - und andererseits (bei dem aktuellen Zuschauerschnitt gepaa...
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31.03.2011, 18:04 Uhr
Thomas Schlegel (Gast)
@Baerenfan: Gut, man muß wenn sich so eine Situation mal ergeben sollte, daß Pferd neu aufzäumen, mit Pferd meine ich die gesamte Liga. So wie unser System aufgebaut ist, ist dieses Vorhaben gar nicht umsetzbar. Wie ist im deutschen Sport generell die 50 plus 1 Regel kaputtgeredet worden, und...
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31.03.2011, 15:29 Uhr
Baerenfan (Gast)
@T.S.: Da schlagen leider auch zwei Herzen in meiner Brust. Habe mir diese Saison ein paar KHL-Spiele in St. Petersburg (auch vor knapp 10.000 Zuschauern) angeschaut und muss sagen, dass es mit der Stimmung und dem Flair z.B. bei den Eisbaeren nicht mithalten kann, aber der Sport ist schon sehr gut ...
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31.03.2011, 14:15 Uhr
Thomas Schlegel (Gast)
@Baerenfan: Das ist auf der einen Seite völlig korrekt, jeder Fan auch ich bin der Meinung nur das "Beste" zählt. Aber da liegt der Hase im Pfeffer, wo fängt man an und wo hört man auf, dieses Vorhaben ist aber leider nur in Berlin, Mannheim oder Hamburg umsetzbar. Die DEL ist struktuell nic...
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31.03.2011, 12:32 Uhr
Baerenfan (Gast)
@T.S.: Das mit dem Etat ist so eine Sache. Als Eishockeyfan wünsche ich mir den bestmöglichen Sport geboten zu bekommen, also auch mal die "großen Stars" (bevor sie als Vorruhestand noch 1-2 Jahre ihre Karriere irgendwo "ausklingen" lassen). Leider machen diese aber einen Bogen um Ligen wie die DEL,...
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