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Eisbären Berlin

Volle Punktzahl für den Sieg - Abzüge in der B-Note

Eisbären spielen schwach, gewinnen aber 2:0

Der Einstand von Chefcoach Uwe Krupp bei seinem neuen Arbeitgeber Eisbären Berlin ist am Freitagabend vor 12.660 Fans in der O2-World Berlin geglückt: Mit 2:0 setzte sich das Team gegen Schlusslicht Straubing durch und bescherte Krupp damit schon vor dem Fest am kommenden Mittwoch.

Das aber war bereits die beste Nachricht des Abends, denn mit dem Spiel insgesamt konnte Krupp eigentlich nicht zufrieden sein, auch wenn der ehemalige Bundestrainer dies nach dem Spiel anders sah und es sicherlich auch ein schlechter Kommunikationsstart gewesen wäre, mit dem Team nach dem ersten Spiel unter seinen Fittichen ins Gericht zu gehen. Und drei Punkte sind nun einmal drei Punkte, die Abzüge in der B-Note interessieren in der Tabelle nicht.

Aber festgehalten werden muss, dass Schlusslicht Straubing vor allem im Mitteldrittel das bessere, agilere Team war. Lange Laufwege, gute Kombinationen und sehenswerte Torszenen nahm das Team von Trainer Larry Mitchell in Kauf, um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen. Das lag "zu 50 Prozent an Petri Vehanen, aber auch zu 50 Prozent an uns", bemerkte Mitchell nach der Partie völlig richtig. Auf der anderen Seite produzierten die Eisbären Torchancen in der gesamten Partie nur als Magerkost. Denkwürdig war allerdings die 7. Minute, als Berlin Überzahl spielte und zunächst Antti Miettinen einen schönen Schuss auf die Stockhand von Straubings Goalie Dustin Strahlmeier abfeuerte, wenig später zog dann Frank Hördler von der blauen Linie ab - und traf zum 1:0.

Der Spielstand hatte bis in die spannende Schlussphase Bestand, als die Gäste logischerweise noch einmal engagiert um wenigstens einen Punkt kämpften. Doch auch mit einem Mann mehr auf dem Eis und einem Torhüter weniger schafften es die Tigers nicht, an Berlins Goalie Petri Vehanen vorbeizukommen. Im Gegenteil: Barry Tallackson traf noch per "empty net" zum 2:0 (60.). So waren dann auch die Fans, die während des unansehnlichsten Teils des Spiels schon (vielleicht nicht ganz zufällig) die Berliner Trainerlegende Hartmut Nickel in der Loge feierten, ganz zufrieden.
Stand: 19.12.2014, 23:23 Uhr
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