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EHC Neuwied

Heimrecht für Mittelrhein noch nicht gesichert

Bären müssen auf Hilfe aus Berlin hoffen

Auch im letzten Heimspiel der Meisterrunde verließ der SC Mittelrhein-Neuwied am Ende als Sieger das Eis. Gegen den EV Ravensburg gelang in einer dramatischen Schlussphase ein 4:3 n.P. (0:1/2:1/1:1/1:0).

Bereits zu Beginn der Partie entwickelte sich vor einer tollen und lautstarken Kuli sse im Neuwieder Ice House eine von beiden Teams gut geführte Partie, mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Diese Ausgeglichenheit hielt fast das komplette Drittel, ehe Ravensburg in der 18. Minute mit 0:1 in Führung ging.

Im Mitteldrittel drängten die Bären auf den Ausgleich, doch die Mannschaft von Fred Carroll scheiterte ein ums andere Mal an einem gut aufgelegten Waldemar Quapp im Tor des EVR. Selbst Tyson Mulock, der sich solche Großchancen sonst nicht nehmen lässt, scheiterte mehrmals. In der 26. Minute dann das erlösende Tor durch Abwehr-Routinier Ladislav Strompf. Doch nur vier Minuten später war erneut ein Ex-Neuwieder (Peter Kraus) zur Stelle und brachte seine Farben erneut in Führung. In der 34. Minute bescherte ein Wechselfehler den Bären eine Unterzahl, welche Wirbelwind Janne Kujala mit dem erneuten Ausgleich zu Nutzen wusste.

Das Schlussdrittel war wiederum relativ ausgeglichen und jeder wusste, dass die Mannschaft, die das nächste Tor erzielt, das Spiel wohl gewinnen würde. Und ausgerechnet Mike Muller, der zu Neuwieder Zeiten durch seine Schlagschüsse so gefährlich war, überwand Marc Gronau mit eben einem solchen Schuss. Nun setzte Fred Carroll alles auf eine Karte. Durch Undiszipliniertheiten brachten sich die Gäste selbst in eine doppelte Unterzahl. Da Marc Gronau seinen Kasten verließ, stürmten nun sechs Bären gegen drei Ravensburger - und das mit Erflog. Ganze 14 Sekunden vor Schluss war es zum zweiten Mal Kujala, der den viel umjubelten Ausgleichtreffer markieren konnte.

Nachdem die Verlängerung keine Entscheidung brachte, gab es aus Sicht der Bären zum ersten Mal in dieser Saison ein Penaltyschießen. Nach dem ersten Durchgang stand es 2:2, für Neuwied trafen Davis und Stärk und für Ravensburg Kraus und Heilman. Im zweiten Durchgang verschoss zunächst Sami Leinonen und Mike Muller hätte alles klar machen können - doch auch er vergab. Als dann Tyson Mulock einnetzte und Peter Kraus ebenfalls scheiterte, wackelte die Eishalle. Somit sicherten sich die Bären den wichtigen Zusatzpunkt, müssen aber dennoch am Dienstag auf Hilfe aus Berlin hoffen.
Stand: 21.03.2005, 11:46 Uhr
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